Veröffentlicht am 2. April 2026

600 Gäste bei Eröffnung der NÖ Landesausstellung Mauer

Vertreterinnen und Vertreter der Region feierten am 27. März den Auftakt zur Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht“ im Landesklinikum Mauer

Der Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Landes NÖ Hermann Dikowitsch, LR Anton Kasser, LH Johanna Mikl-Leitner, die Vorständin der Landesgesundheitsagentur NÖ Elisabeth Bräutigam und Ausstellungsleiter Erwin Klissenbauer (v. l.) eröffneten die Landesausstellung. © Leo L.

Von 28. März bis 8. November findet am Areal des Landesklinikums Mauer die NÖ Landesausstellung unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“ statt. Am Freitag, 27. März, nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die offizielle Eröffnung vor rund 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesundheitsorganisationen vor. Moderiert wurde die Veranstaltung von Christa Kummer, musikalisch gestaltet wurde der Festakt von Gansch & Breinschmid. Die Niederösterreichische Landeshymne wurde vom Bewohnerchor des Pflege- und Betreuungszentrums gesungen.

„Hereinspaziert in die Landesausstellung“, signalisierten LH Johanna Mikl-Leitner und die Prominenz bei der feierlichen Eröffnung am Freitag. © Leo L.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte in ihren Eröffnungsworten, dass sie unglaublich stolz sei, denn man spüre, „welche Begeisterung hinter dieser Landesausstellung steckt“ und das schon seit mehr als sechs Jahrzehnten. 41 Landesausstellungen seien bisher umgesetzt worden und hätten rund elf Millionen Besucherinnen und Besucher nach Nieder­öster­reich gebracht. „Jede Landesausstellung hat unser Niederösterreich­ lebens- und liebenswerter gemacht“, betonte die Landeshauptfrau, dass es bei den Landesausstellungen um Aufbruch gehe und Regionen nachhaltig zu stärken.

Die Sponsoren der Landesausstellung gaben der Eröffnung die Ehre. © Leo L.

Mikl-Leitner: „Die Region zum Blühen bringen!“

„Wir werden mit dieser Landesausstellung die gesamte Region zum Blühen bringen“, betonte Mikl-Leitner, dass die Landesausstellung ein wichtiges und sensibles Thema behandle und bei laufendem Betrieb stattfinde und drückte mit „einem großen Danke“ ihre „Wertschätzung und Respekt dem gesamten Klinikpersonal und den Patientinnen und Patienten“ gegenüber aus. Rund 43 Millionen Euro wurden in die Landesausstellung investiert, womit man das Jugendstil-Ensemble renoviert hat und nachhaltige Standortsicherheit schuf. „Ich habe das Gefühl, diese Region brennt für diese Landesausstellung“, sagte Mikl-Leitner, dass sie sich wünsche, dass es gelinge, viele Menschen mit diesem Feuer zu entfachen und, dass diese das so wichtige Thema „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“ hinaustragen.

Der Chor des Klinikums sang zum Abschluss die Landeshymne. © Leo L.

Die Wirkung des „authentischen Ortes“

Armin Laussegger, wissenschaftlicher Leiter der NÖ Landesausstellungen, nannte als Besonderheit der Landesausstellungen, dass die Ausstellungsthemen aus dem Standort heraus entwickelt werden. „Das hilft uns bei der Ausstellungserzählung, weil man an einem authentischen Ort ist.“ Mit Niko Wahl und Michael Resch als Kuratoren habe man zwei Experten, die die Ausstellung umgesetzt haben.

Paulus Hochgatterer, Psychiater, Autor und Leiter des wissenschaftlichen Beirats der Landesausstellung, sagte, dass die Psyche in ihrer Vielfalt, Originalität und Verletzlichkeit die Menschen immer schon fasziniert habe. „Dort, wo es um schwer Begreifliches und Bedrohliches geht, waren psychische Phänomene über Jahrhunderte hinweg Argument für Ausgrenzung und Absonderung“, betonte Hochgatterer, dass ein zentrales Anliegen dieser Landesausstellung sei, zu zeigen, dass sich Letzteres inzwischen fundamental geändert hat.

Keynote-Speaker begeisterte

Keynote-Speaker Verena Titze nahm die Eröffnungsgäste mit auf eine Zeitreise ins Jahr 2020. Am 5. Februar 2020 ist sie ausgebrannt, seit 18. September 2020 trocken und lebt jetzt ihre Berufung. „Ich kriege Gänsehaut“, freute sich Titze, dass das Land Niederösterreich diesen Mut hatte, das Thema aufzugreifen. Es sei unglaublich, was für Arbeit hier geschaffen worden sei, hob Titze die Aufarbeitung der NS-Zeit und was hier mit den Menschen passiert sei, aber auch die tollen interaktiven Projekte hervor.

Christian Haberhauer, Bürgermeister von Amstetten, sagte, er sei stolz auf Amstetten, die Region und unser Land: „Es ist ein Meilenstein gelungen.“ Michaela Hinterholzer, Bürgermeisterin von Oed-Öhling und Obfrau der Leader-Region Moststraße, erzählte von der Idee, die Landesausstellung an die Moststraße zu holen und das Landesklinikum Mauer einer größeren Besuchergruppe zu zeigen. 

Veröffentlicht am 2. April 2026

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