Georgi-Kirtag und Pferdesegnung sind dank Anton Figerl seit 40 Jahren ein Besuchermagnet

Der Georgi-Kirtag selbst erweist sich jedes Jahr aufs Neue als Gemeinschaftsfest – und das war auch heuer nicht anders. Gemeinsam luden alle St. Georgner Vereine am Sonntag, 26. April, zum Feiern ein, und anders wären die Besucherströme auch nicht zu bewältigen. Über die Jahre hat sich hier ein gut durchdachtes System etabliert: Die Feuerwehr kredenzt das Mittagessen, bei dem unter anderem 600 Hendl-Portionen über den Tresen gingen, die Bio-Bauern sind für besten Wein verantwortlich und die Landjugend lässt nicht nur Most ausschenken, sondern mit dem beliebten Schätzspiel die Köpfe rauchen. Die Trachtenmusikkapelle hat die Mehlspeisbar inne, bei der die frisch gebackenen Bauernkrapfen wieder zum Kauf verführen – 350 Stück waren heuer noch zu wenig, um den Krapfengusto zu stillen. Ab dem Abend öffnen dann die Sportler ihre Bar, doch bevor es so weit war, konnte man auch Neues am Kirtag versuchen.

Erst Stecken-, dann echte Pferde
Um die Mittagszeit waren zwar noch kaum echte Pferde auf der Dorfwiese zu sehen, dafür versuchten sich viele Kinder allen Alters am Hobby Horsing, das der Sport- und Nutzpferdeverein in Kooperation mit dem ASKÖ Böhlerwerk anbot: Mit (oder ohne) Steckenpferd wurden von Mädchen und Burschen unterschiedlich hohe Hindernisse überwunden.
Schließlich aber machten für die Pferdesegnung die Steckenpferde echten Pferden Platz. Hierzu zog die Trachtenmusikkapelle
St. Georgen/Klaus mit der Musikkapelle Seitenstetten, die dieses Jahr den Frühschoppen gestaltet hatte, zur Dorfwiese, gefolgt vom hl. Georg persönlich, dem Drachen und natürlich den Pferden.


zVg

In Erinnerung an Anton Figerl
Georgi-Kirtag und Pferdesegnung – das gehört einfach zusammen. Dafür verantwortlich ist zweifellos Anton Figerl, der vor 40 Jahren die Idee hatte, den Kirtag mit Georgiritt und Pferdesegnung zu verbinden. An den Initiator, der heuer leider verstorben ist, erinnerte auch der neue Obmann des Sport- und Nutzpferdevereins Robert Kößl in seiner Ansprache vor der Pferdesegnung. „Toni hat den Georgi-Ritt, den Kirtag und den Tag der Blasmusik zu dem gemacht, was er heute ist: eine feste Tradition hier in St. Georgen.“ Neben seiner Leidenschaft fürs Reiten werde er vor allem als Darsteller des hl. Georg in Erinnerung bleiben. „Es freut uns daher besonders, dass heute seine Enkelin Theresa diese Aufgabe übernommen hat und als heiliger Georg vorangeritten ist“, so Kößl. „Toni wird bei dieser Pferdesegnung immer einen festen Platz in unseren Gedanken haben“, schloss der Obmann, bevor Vikar Samuel Igwe die Pferdesegnung durchführte.
Nach diesem Höhepunkt dachte aber niemand ans Heimgehen, bis zum Abend wurden die Besucher nicht wirklich weniger. Aber das ist auch kein Wunder: Der Georgi-Kirtag ist einfach ein Kirtag zum Längerbleiben und Genießen.




