Veröffentlicht am 11. Dezember 2025

Allhartsberg beste Gemeinde bei Klimaschutzmaßnahmen

Am Weg zur Klimaneutralität: Vier Gemeinden aus dem Bezirk erreichen Spitzenergebnisse

V. l.: e5-Leiterin NÖ Monika Panek, UGR Wolfgang Voglauer, LH-Stv. Stephan Pernkopf, GF eNu Herbert Greisberger ©Erich Marschik

Im Atrium Tulln trafen sich rund 90 Gemeindevertreterinnen und -vertreter sowie e5-Beauftragte zum fachlichen Austausch mit Expertinnen und Experten der Energiebranche. Themen wie Speichermanagement und das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) standen im Mittelpunkt. Anschließend zeichneten Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und die Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu) im Rahmen der Veranstaltung „Pioniere der Energiewende“ insgesamt 18 Gemeinden als e5-Vorbilder aus.

Verschärfte Kriterien seit dem Vorjahr

Trotz der erst im Vorjahr deutlich verschärften Kriterien konnte Niederösterreich seine Spitzenposition ausbauen: Die 67 e5-Gemeinden erreichten heuer insgesamt 221 „e“s, ein Zuwachs von 25. „Während in Brasilien bei der Weltklimakonferenz geredet wird, handeln die Gemeinden in Niederösterreich täglich. Jede Maßnahme bringt uns einen Schritt näher zur Energieunabhängigkeit, entlastet die Haushalte und stärkt die regionale Wirtschaft“, betonte Pernkopf. Die e5-Gemeinden sind maßgeblich daran beteiligt, dass Niederösterreich heute die Ökostromlokomotive Österreichs ist und die Co2-Emissionen mittlerweile um 37% gesunken sind.

Allhartsberg: bestes Ergebnis landesweit

Im Bezirk haben die Gemeinden Aschbach Markt, Oed-Öhling und Zeillern die Überprüfung bestanden. Die Gemeinde Allhartsberg schaffte sogar das landesweit beste Ergebnis. 

Die Gemeinde durchläuft ihr bereits viertes Audit und steht bei mittlerweile vier „e“s, das bedeutet einen Umsetzungsgrad von
70,8 % der geplanten Maßnahmen zur Klimaneutralität. Allhartsberg setzt auf kurze Wege und nachhaltige Mobilität: Das gesamte Ortsgebiet ist fußläufig erschlossen, Radwege werden ausgebaut. Alle Gemeindegebäude sind ölfrei beheizt, CO2-Emissionen kommunaler Objekte wurden 2023 nach Zielpfad reduziert und die Straßenbeleuchtung ist überwiegend energieeffizient mit Teilnachtabsenkung. Ein Grundsatzbeschluss von 2024 verpflichtet Neubauten und Sanierungen zu klimaaktiv Gold bzw. Silber. Die Gemeinde beteiligt sich an der Bürger-Energiegemeinschaft Amstetten und engagiert sich mit einem aktiven e5-Team sowie Radverkehrsaktionen und hoher Teilnahme an ‚NÖ Radelt‘.

Vom Nachzügler zum Spitzenreiter

Niederösterreich ist 2010 als letztes Bundesland ins e5-Programm eingestiegen und hat heute die meisten e5-Gemeinden im Bundesland. Die neuen, strengeren Kriterien bewerten den tatsächlichen Fortschritt, etwa bei erneuerbaren Energien, Gebäudesanierungen, Verkehrsberuhigung, Radwegeausbau und dem Ausstieg aus Öl und Gas. 

Veröffentlicht am 11. Dezember 2025

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