Veröffentlicht am 25. Juli 2025

Anrainerbeschwerden als unzulässig zurückgewiesen

Das Landesverwaltungsgericht, kurz LVWG, attestiert, dass die Biogasanlage der Firma Fuchsluger in Aschbach rechtmäßig errichtet wurde und ebenso betrieben wird

Die Biogasanlage gewinnt aus Biomüll und Grasschnitt Biogas und wertvollen Kompost. zVg

Das LVWG wies am 7. Juli 2025 nach jahrelangen Verhandlungen aufgrund zahlreicher Anrainerbeschwerden und unzähliger angekündigter und unangekündigter Kontrollen der Anlage und des Geländes die Beschwerden als unzulässig zurück und bestätigt, dass die Anlage rechtmäßig errichtet und betrieben wurde. Die Revision ist laut LVWG nicht zulässig.

Zum Sachverhalt

Die Firma Fuchsluger errichtete in Gunnersdorf eine der modernsten Biogasanlagen Europas und legte dabei besonderes Augenmerk auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Die Anlage erfüllt sämtliche Umweltschutzstandards weit über das vorgeschriebene Maß hinaus. Durch den Betrieb bleibt überdies eine Wertschöpfung von rund 15 Millionen Euro in der Region. Aufgrund von Anrainereinsprüchen wurden seit Inbetriebnahme der Anlage oftmalig unangekündigte und angekündigte Kontrollen, Überprüfungen und Messungen durch die Behörde, durch Sachverständige und durch die Polizei durchgeführt. Bei all diesen Kontrollen und Überprüfungen konnte keinerlei Geruchsbelästigung oder Beeinträchtigung für die Anrainer festgestellt werden, was auch in zig Aktenvermerken und Protokollen festgehalten wurde. In den Protokollen findet sich allerdings mehrfach der Hinweis, dass von einem benachbarten Schweinemastbetrieb und von einem benachbarten Hühnerhaltungsbetrieb eine wahrnehmbare Geruchsbelastung ausgeht.
Das LVWG hat ebenso festgehalten, dass die von einzelnen Personen und Medien kolportierte Behauptung, die Anlage hätte nicht errichtet werden dürfen, nicht korrekt ist. Vielmehr hat man die Anlage auf Basis der jeweils gültigen Bescheidlage errichtet und sämtliche erteilte Auflagen vollinhaltlich erfüllt und alle erforderlichen Gutachten und Expertisen vorgelegt.

Florian Fuchsluger, Geschäftsführer der Fuchsluger GmbH, zeigt sich erfreut: „Wir sind froh darüber, dass uns nun auch vom LVWG bestätigt wurde, dass die Anlage rechtmäßig errichtet wurde und auch rechtmäßig betrieben wird. Wir haben stets bei Planung und Betrieb großes Augenmerk darauf gelegt, alle Auflagen rund um das Thema Anrainer- und Umweltschutz weit über das vorgeschriebene Maß hinaus zu erfüllen und hoffen, dass dieser Rechtsstreit damit nun zu einem endgültigen Ende findet. Es ist mir auch wichtig, einmal mehr zu betonen, dass dieses Projekt sehr sorgfältig und unter Mithilfe ausgewiesener Experten geplant und unter Zuhilfenahme von größtenteils regionalen Firmen umgesetzt werden konnte.“

Über die Biogasanlage

Einen wichtigen Schritt raus aus der Abhängigkeit von fossilem Gas im Ybbstal setzt die Firma Fuchsluger mit der Errichtung einer der modernsten und nachhaltigsten Bio­gasanlagen in Österreich. Am Betriebsstandort in Aschbach werden biogene Abfälle aus der Biotonne zur Erzeugung von Biogas genutzt. Insgesamt rechnet man damit, dass über die Biogasanlage jährlich etwa 1,5 Millionen Kubikmeter Biogas der Region zur Verfügung gestellt werden können. Dies entspricht dem Bedarf von rund 1.400 Haushalten. Das ist gerade in Zeiten wie diesen ein wichtiger Schritt raus aus der Abhängigkeit von Gas aus anderen Ländern.

Wie aber entsteht nun dieses Biogas? Die Müllautos aus dem Bezirk Amstetten bringen die Bio­abfälle aus den Biotonnen der Haushalte in die geschlossene Anlieferhalle der neuen Anlage. Ein Radlader befüllt damit die sogenannten Fermenter. Diese werden während der Fermentation durch speziell abgedichtete Tore luftdicht verschlossen. Im nächsten Schritt erzeugen die methangasbildenden Bakterien unter Sauerstoffabschluss Biogas. Nach etwa drei Wochen ist das organische Material so weit abgebaut, dass keine nennenswerten Gasmengen mehr erzielt werden können. Das verbleibende Material wird dann einer geschlossenen Boxenkompostierung zugeführt und zu qualitativ hochwertiger Garten- und Blumenerde verarbeitet.
Unterstützt wird der Betrieb der Biogasanlage durch eine Zwei-Megawatt-Photovoltaik­anlage auf den Dächern, was maximale Nachhaltigkeit sicherstellt. So ist es möglich, dass aus Bio­müll und Grasschnitt im Bezirk Biogas und wertvoller Kompost gewonnen wird und dieser wertvolle Abfallstoff damit nachhaltig genutzt wird.

Veröffentlicht am 25. Juli 2025

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