Veröffentlicht am 31. März 2026

Ausstellung im Stift Seitenstetten mit Wotruba-Schüler

Auf Einladung des Künstlerpaters Martin Mayrhofer zeigt die Neue Galerie im Stift Werke des Südtirolers Franz Kehrer sowie des Irakers Dhia Aldin Shamari

V. l.: Pater Martin Mayrhofer, Franz Kehrer, Johann Kronbichler, Elisabeth Haag, Dhia Aldin Shamari, Abt Petrus Pilsinger und Abt em. Berthold Heigl © Stift Seitenstetten 

Fritz Wotruba, Heimo Kuchling und Erwin Reiter bilden das Bindeglied zwischen zwei Künstlern aus unterschiedlichen Welten – Franz Kehrer aus dem Gadertal in Südtirol und Dhia Aldin Shamari als gebürtigem Iraker –, ist doch deren künstlerisches Schaffen durch ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien sowie der Kunstuniversität Linz geprägt. Als solche dürfen sie wiederum als Künstlerfreunde von Pater Martin Mayrhofer bezeichnet werden, der deren Werke nun in der Neuen Galerie des Stiftes präsentiert.

Nach der Begrüßung durch Abt Petrus Pilsinger sprach der namhafte Kunsthistoriker Johann Kronbichler – ehemals Direktor des Brixener Diözesanmuseums – im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 22. März über das Werk des Bildhauers Kehrer, der es großartig versteht, das Traditionelle mit der Gegenwart zu verbinden, indem er nicht Altes kopiert, sondern vielmehr in Schlicht- und Einfachheit die Realität – sei es nun der Mensch oder auch die Natur – abstrahiert und vergeistigt. Im Besonderen gelte es auch auf Kehrers gelungene Altarraumgestaltungen hinzuweisen.

Das Erhabene des Menschen

Den in Babylon geborenen Dhia Aldin Shamari bezeichnete Pater Martin als Künstler, der irgendwie den Geist des Orients atmet, den aber die politischen Verhältnisse über Athen, Marburg und Italien letztendlich nach Österreich geführt haben. „Die Idee seines plastischen Wirkens scheint aber weder an einen bestimmten Ort noch an eine bestimmte Zeit gebunden zu sein“, betonte Pater Martin in seinen Ausführungen. Ob Figuren, Grafiken oder Tonreliefs – oftmals bilden Stadtmotive, Akte oder auch Liegende, Kranke und Fliehende die Themen, wobei stets das Erhabene des Menschen hervorgehoben wird. 

Werke der beiden Künstler sind nun bis 18. Oktober in der Neuen Galerie des Stiftes frei zugänglich zu besichtigen.

Veröffentlicht am 31. März 2026

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