Am 13. Mai fand im Gasthaus Lagler ein Benefizessen zugunsten der Renovierung der Basilika am Sonntagberg statt

Benefizessen zugunsten der Renovierung der Basilika am Sonntagberg haben bereits Tradition und wurden in den vergangenen zehn Jahren mehrmals durchgeführt. Das diesjährige Benefizmahl begann mit einer Führung durch die Basilika, wobei Abt Petrus Pilsinger und Superior Pater Franz Hörmann die Gäste über den Stand der Renovierung des Gotteshauses informierten. Das 2014 formulierte Ziel, eine Million Euro für verschiedene Bau- und Renovierungsarbeiten aufzubringen, ist inzwischen längst übertroffen. Mehr als 1.300.000 Euro sind bereits zusammengekommen, die aus verschiedenen Veranstaltungen – Konzerten, Tombolas, Kunstauktionen, den Sonntagberger Nachtgesprächen und eben Benefizevents wie jenes am Mittwoch, 13. Mai, durchgeführte Benefizessen – erlöst werden konnten. Der Obmann des „Vereins Basilika Sonntagberg“ Wolfgang Sobotka, Nationalratspräsident a. D. und Präsident des Thinktanks Campus Tivoli, erläuterte zum Auftakt des Essens die bereits erreichten Ziele der Renovierung und gab Ausblick auf die noch
anstehenden Arbeiten etwa am Türkenbründel. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Obmann des Vereins Abt Petrus Pilsinger hatte Obmann Sobotka mit Richard Grasl einen der erfolgreichsten Medienmanager des Landes eingeladen, zur Lage der Medien in Österreich zu referieren.
Referat aus profundem Mund
„Tatsache ist, dass es aktuell in der Medienwelt keine ebene Spielfläche gibt“, sagte Grasl, dass zurzeit mehr als 60 % des Werbeetats aus österreichischen Betrieben in die USA, sprich zu Google & Co, abfließen. Diese zwei Milliarden Euro fehlen den heimischen Medien bitterlich. Dazu kommt, dass die heimischen Medien – von „Ybbstaler“ und NÖN über „Presse“ und „Kurier“ bis zum österreichweit operierenden ORF – es sind, die jene Inhalte recherchieren und erstveröffentlichen, auf die Google & Co beziehungsweise neuerdings noch viel mehr die von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuerten Sprachmodelle (Large Language Models) wie ChatGPT, Claude von Anthropic, Gemini von Google oder Llama von Meta zugreifen. „Die herkömmlichen Medien machen die Arbeit und tragen die Kosten für jenen Content, aus dem sich die KI-Systeme kostenlos bedienen, das sind keine fairen Bedingungen, das ist keine ebene Spielfläche“, so Grasl.

Feines Benefizessen bei Lagler
Richard Grasl ist profunder Kenner der Medienlandschaft Österreichs. Er übernahm 2023 die Geschäftsführung des Nachrichtenmagazins „Profil“ und 2024 die Geschäftsführung der Tageszeitung „Kurier“. Seit Juli 2024 ist er als Geschäftsführer für den Verlag Mediaprint verantwortlich, zu dem „Profil“ und „Kurier“ gehören. Im Juni 2025 wurde er zum Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse gewählt.
Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Diskussion auf hohem Niveau, bevor das mehrgängige Mahl von den Wirtsleuten Kathrin und Eduard Lagler und ihrem Team serviert wurde, einem traditionsreichen Familienbetrieb, der bereits in fünfter Generation geführt wird. Die Laglers servierten ein Gala-Menü erster Klasse, wie die Gäste sich einhellig in der Beurteilung sicher waren, begleitet von Wein und feinen Produkten aus der Bio-Destillerie Farthofer. Das Benefizessen erbrachte einen Erlös von 18.000 Euro zugunsten der Basilika und bekam damit nicht nur den großzügigen Spendern, sondern auch der Renovierungskassa wohl.

