Der ÖVP-Landtagsabgeordnete Bernhard Ebner aus Allhartsberg gibt sein Landtagsmandat zugunsten eines Top-Jobs bei Ecoplus auf. Der Haager Bürgermeister Lukas Michlmayr folgt ihm am 1. September als Mandatar im Landtag nach

Nach 22 Jahren in den Brennpunkten der Landes- und Bundespolitik schließt der Allhartsberger Bernhard Ebner das Kapitel Parteipolitik zugunsten einer Aufgabe als Prokurist in der NÖ Wirtschaftsagentur Ecoplus, einem Betrieb mit rund 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für Kommunikation, Marketing und Nachhaltigkeit wird er dort zuständig sein, um die Außenpräsenz von Ecoplus zu verstärken. Die Besetzung wurde auf Vorschlag der Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Land NÖ als Eigentümer und dem Vorsitzenden des Ecoplus-Aufsichtsrats Kurt Hackl getroffen.
Zahlreiche Wahlen geschlagen
Ebner blickt auf 22 „herausfordernde und tolle Jahre“ auf der politischen Bühne des Landes zurück und freut sich auf seine neue Aufgabe. „Ich habe in dieser Zeit mit fünf Europawahlen, sechs Nationalratswahlen, vier Landtagswahlen und vier Gemeinderatswahlen zahlreiche Wahlgänge auf Landes- und Bundesebene mitverantworten und begleiten dürfen“, sagt Ebner, es sei eine „sehr spannende Zeit“ gewesen. Bernhard Ebner startete nach seiner HTL-Ausbildung für Betriebstechnik beruflich 1993 bis 2003 als Techniker beim Amstettner Laden- und Schalungsbau-Spezialisten Umdasch-Doka. Seine politische Karriere begann 1991 als Gemeindegruppenobmann der Jungen Volkspartei von St. Georgen am Ybbsfelde. „Ich bin damals mit 17 Jahren durch das Organisieren von Festen in die Politik gekommen. Da hatte ich noch keinen Führerschein, und mein älterer Bruder musste mich häufig chauffieren“, erinnert er sich. 2003 folgte der Schritt in die Parteipolitik der Landes-ÖVP. Bis 2008 arbeitete er als Kommunalreferent der Volkspartei NÖ. 2008 übersiedelte er als Organisationsreferent der Volkspartei in die Landeshauptstadt und wurde 2013 Landesgeschäftsführer des Arbeiter- und Angestelltenbundes ÖAAB in NÖ. Schließlich folgte er Gerhard Karner als Landesgeschäftsführer der Volkspartei nach. Politische Funktionen erfüllte er in den Gemeinderäten von St. Georgen/Ybbsfelde, wo er aufgewachsen war, und in Allhartsberg, wo er sich mit seiner Familie ansiedelte. Als NÖ-Vertreter wurde er in die zweite Kammer des Parlaments, den Österreichischen Bundesrat, entsandt und nahm ein Mandat im NÖ Landtag an.
Dank an Wolfgang Sobotka und Johann Heuras
Seinen Blick zurück verbindet Ebner mit Worten des Dankes. „Mein besonderer Dank gilt Hans Heuras, der mir das politische Management gebracht hat, und dem Vollblutpolitiker Wolfgang Sobotka, der mich sehr geprägt hat“, sagt Ebner. „Von Erwin Pröll konnte ich viel lernen, aber auch Johanna Mikl-Leitner war mir ein wertvolles Vorbild“, so Ebner. Sein politisches Resümee: „Es war eine tolle Zeit, aber jetzt ist der richtige Moment zur beruflichen Veränderung, um in die Wirtschaft zurückzukehren, wo ich nach der Matura begonnen habe“, so Ebner. Als Mann des Konsenses und gleichzeitig der Durchsetzungsstärke wird der 52-jährige Mostviertler in seiner neuen Aufgabe wichtige Beiträge zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes NÖ setzen können.

