Galerie für junge Kunst im Impulsquartier Waidhofen

Am 3. Oktober öffnet die „Come In!“-Galerie im neuen Impulsquartier in Waidhofen erneut ihre Tore. Von 3. bis 26. Oktober werden Werke von Lea Liebl unter dem Titel „Blau Blau Blau ist alles, was ich hab“ gezeigt. Sie ist eine von drei Kunstschaffenden, die im zweiten Halbjahr 2025 von einer Fachjury ausgewählt wurde, um in Waidhofen eine Einzelausstellung zu gestalten.
Wertvolle Plattform
Lea Liebl wurde 2000 in Österreich geboren und lebt aktuell in Wien. Sie studiert Transdisziplinäre Kunst – TransArts an der Universität für angewandte Kunst Wien und stützt sich inhaltlich auf Themen in der Sprachwissenschaft, Literatur, Philosophie und Soziologie. Der Heimatbegriff, Sprache und Dialekt und Nostalgie als kulturelle und ästhetische Bedeutungsträger sind wiederkehrende Themen in ihrer Arbeit. Die Künstlerin sieht die Präsentationsmöglichkeit in Waidhofen als wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung ihrer Arbeit: „Die Ausstellung in der ,Come In!‘-Galerie ist eine wertvolle Plattform, ein Ausstellungskonzept, an dem ich seit einiger Zeit arbeite, erstmals als Serie räumlich erfahrbar zu machen.“
Die Werke in Lea Liebls Ausstellung „Blau Blau Blau ist alles, was ich hab“ in der „Come In!“-Galerie basieren auf persönlichen, räumlichen Erfahrungen und untersuchen das Verhältnis zwischen Erinnerung, Raum und Zeit. Dabei betrachtet sie Cyanotypie nicht nur als bildgebendes Verfahren, sondern als angewandte Methodologie – als Medium zur Auseinandersetzung mit.
Zeitlichkeit, Konservierung und Archivierung
Ein cyanotypischer Abdruck Lea Liebls ehemaligen Kinder-/Jugendzimmers ist direkt auf dessen nachher abgelöster und mitgenommener Tapete entstanden. Die Arbeit ist ein Nachdenken darüber, wie wir uns mit Räumen identifizieren; über die Art und Weise, wie wir uns in Raum, Material und Zeit einschreiben. Eine Auseinandersetzung mit dem Nicht-Loslassen, einem Verhaftetsein, aber auch mit der Verschiebung von privatem zu öffentlichem Raum. Im Medium der Cyanotypie, die ursprünglich vor allem zur Vervielfältigung von architektonischen Plänen eingesetzt wurde, findet sich sowohl der architektonische Bezug als auch der dokumentarische und konservatorische Aspekt der Arbeit wieder.
Vernissagen am 3. Oktober
Die Vernissage findet am 3. Oktober um 17.00 Uhr statt. Am selben Tag eröffnet die Stadtgalerie Waidhofen die Ausstellung „Sie kam, sah und liebte“ von Margit Hartnagel. Ihre Installation kann gemeinsam nach der Vernissage von Lea Liebl besucht werden, und ist bis 2. November in der Stadtgalerie ausgestellt.
Die „Come In!“-Galerie bietet jungen Künstlerinnen und Künstlern zwischen 14 und 29 Jahren eine Plattform zur öffentlichen Präsentation ihrer Werke. Ziel ist es, den Einstieg in das professionelle Kunstschaffen zu erleichtern, Raum für Experimente zu bieten und die künstlerische Entwicklung zu unterstützen. Dabei können wertvolle Erfahrungen im Bereich Konzeption und Aufbau einer Ausstellung gesammelt werden.
Öffnungszeiten:
Freitag von 16.00–19.00 Uhr, Samstag von 10.00–13.00 Uhr, Sonntag von 15.00–18.00 Uhr

