Veröffentlicht am 20. Februar 2026

Da will ich dabei sein!

Kommentar von Herausgeber Leo Lugmayr über Olympia und Katharina Huber

Wer die vergangenen Wochen auf die eine oder andere Weise mehr oder weniger zeitintensiv vor einem Bildschirm oder am Mobiltelefon verbracht hat, um bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ja nichts zu versäumen, wird wohl einen Aufschrei der Überraschung getan haben, als „unsere Katharina Huber“ mit ihrer Teamkollegin Ariane Rädler aus Vorarlberg überraschend Kombi-Gold geholt hat. Noch dazu, wo diese Goldmedaille eigentlich eine sichere Bank für Mikaela Shiffrin gewesen ist. „Unsere Katharina Huber?“ Die geborene Leobnerin hat sich vor Jahren mit ihren Eltern in St. Georgen/Reith niedergelassen, von wo aus sie nach sportlichen Anfängen in Göstling bis heute ihrem Basisverein Sportunion Waidhofen treu geblieben ist.

Ist das für uns wichtig? Und wie! Die sympathische Sportlerin ist damit nicht nur eine Werbeträgerin der Region, die Waidhofen und das Ybbstal in die nationalen und internationalen Gazetten bringt, sie ist vor allem für die jungen Sportlerinnen und Sportler der Waidhofner Sport­union, aber auch aller anderen Sportvereine der Region ein einzigartiges Vorbild und Role-Model. Training zahlt sich aus, Beharrlichkeit bringt Erfolg, Sport ist eine Erfüllung. Und sie zeigt den Mädchen der Region, dass es dort keine gläserne Decke gibt, wo ehrlicher Leistungsvergleich in goldene Medaillen gemünzt wird. Ermutigung in bester Weise!

Heute, wo Social-Media-Präsenz die härteste Währung ist, und heute, wo gleichzeitig Lethargie vor dem Handy die größte Bedrohung für Kopf und Gesundheit der Jugend darstellt, heute, wo Begeisterung nur mehr an Höchstleistungen irgendeiner Art gemessen wird, da ist ein Role-Model wie Katharina, die Sport, Bewegung und Österreich als Wintersportnation ausstrahlt, wertvoller als vieles, was Schule, Familie und Gesellschaft initiieren und Werbekampagnen bezahlen können.

Sportunion-Obmann Klaus Hraby, der gerade am Ergometer strampelte, als Katharina über den Bildschirm flitzte, wurde wohl beim Training kurz aus dem Rhythmus gebracht, als er Katharinas Zeit realisierte. Gemeinsam mit dem Wintersport-Sektionsleiter Gerhard Langsenlehner hat er Katharinas Erfolg gleich zum Anlass genommen, gemeinsam mit der Stadt Waidhofen für Freitag, 17.00 Uhr, einen Empfang im Schloss Rothschild zu organisieren. Da will ich dabei sein! Da entstehen ikonische Momente von bleibender Erinnerung! Ähnlich wie die Bilder, die 1984 abgelichtet wurden, als Franz Forster den Empfang für Jimmy Steiner organisiert hat, der damals mit seiner Bronze-medaille bei der Olympia-Abfahrt in Sarajevo die Ehre Österreichs als Skination gerettet hat.

Katharinas Gold glänzt noch heller, wenn man bedenkt, dass es die erste Goldmedaille bei den Damen für den ÖSV ist, seit Anna Fenninger 2014 Gold im Super-G gewonnen hat. Wie gesagt: Am Freitag um 17.00 Uhr im Schloss Rothschild: Da will ich dabei sein!

Veröffentlicht am 20. Februar 2026

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