Am Sonntag, 7. September, fand die traditionelle Bäcker- und Fleischer-Wallfahrt auf den Sonntagberg statt

„Dem Himmel näher am Sonntagberg“, so ein bekannter Ausspruch zur ehrwürdigen Basilika, die besonders im Sommer Ziel zahlreicher Wallfahrten ist. Eine besondere Wallfahrt hat eine lange Tradition: Die niederösterreichischen Bäckerinnen und Bäcker pilgern gemeinsam mit den Fleischerinnen und Fleischern Anfang September zur Wallfahrtsbasilika der Heiligen Dreifaltigkeit. Heuer waren es Abordnungen aus ganz NÖ sowie aus Wien und Oberösterreich, die der Einladung von NÖ Landesinnungsmeister Klaus Kirchdorfer aus Ulmerfeld folgten. Am weitesten angereist war eine Delegation aus Vorarlberg mit Landesinnungsmeister Wolfgang Fitz an der Spitze, der schon am Vortag ins Mostviertel kam. „Die Wallfahrt ist ein so schönes Ereignis, deshalb nehmen wir seit Jahren daran teil“, so der Vorarlberger Bäckermeister aus Wolfurt.
Brot und Gebäck aus niederösterreichischen Backstuben sowie das feine Fleisch und die köstlichen Fleisch- und Wurstwaren aus den heimischen Fleischereien gelten gerne als „himmlischer Genuss“. Da es alles andere als selbstverständlich ist, dass Österreich in Frieden lebt und mit einer reichen Ernte gesegnet ist, begeben sich die niederösterreichischen Bäckerinnen und Bäcker gemeinsam mit den Fleischerinnen und Fleischern regelmäßig auf Wallfahrt.
Feierliche Messe und vergnügliche Agape
Vor der Messe in der Basilika, die von Altabt Berthold Heigl feierlich zelebriert wurde, versammelte sich die Wallfahrtsgruppe mit beeindruckenden Gebilden und Zierwerken aus Brotteig vor der Basilika. Den Einzug gestaltete die Stubenmusik Berger, die auch der Messe einen feierlichen gesanglichen und instrumentalen Rahmen gab. Altabt Berthold Heigl segnete am Ende des Sonntagshochamtes Brot und Wurst der Wallfahrtsteilnehmerschaft, die im Anschluss in einer Agape verkostet wurden. Er wies darauf hin, wie wichtig die Landwirtschaft für die Ernährung des Landes ist, die die Grundlagen für Brot und Fleisch liefern. Den blasmusikalischen Rahmen bildete vor und nach der Messe die Werksmusikkapelle Böhlerwerk.









