Kommentar von Herausgeber Leo Lugmayr über die Wichtigkeit von Regionalmedien
Nein, Sie haben sich nicht verlesen. Auch handelt es sich bei dieser Überschrift nicht um einen Druckfehler. Nicht einmal Heinrich Bölls bitterböse Satire „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ ist für den Titel Pate gestanden. Auch ist es kein Ausfluss künstlicher Intelligenz (KI), der nahelegen würde, dass ich meine Leitartikel bereits von Programmen wie „ChatGPT“ formulieren ließe, die oft allzu Abenteuerliches zusammenstoppeln.
Tatsächlich gewinnt man zurzeit in manchen Supermärkten den Eindruck, dass Weihnachten vor der Tür stünde, was das in den Regalen ausgestellte Angebot an Adventkalendern und Weihnachtsdekoration angeht; sogar einen „Bier-Adventkalender“ habe ich schon gesichtet! Die Nikolausangebote wurden in einem Geschäft bereits wieder weggeräumt und werden wohl bald gegen Neujahrsschweinchen ausgetauscht. Ich warte schon darauf, dass wieder abgedroschene Weihnachtslieder aus den Lautsprechern wabern. So sehr ich die Lieder am Heiligen Abend mag, so wenig brauche ich sie in Dauerschleife schon Monate davor. Auch der Fasching beginnt ja nicht wirklich am 11.11. um 11.11 Uhr auf dem angeblich 1.111 Meter über dem Meeresspiegel liegenden Gipfel des Wetterkogels, sondern erst nach Weihnachten. Aber sei es drum! Fürs Feiern haben wir immer schon gute Gründe gefunden.
Ein ansprechendes Musikprogramm im Radio ist für mich ein wichtiger Teil der Lebensqualität. Ein interessantes Inserat dazu habe ich am Sonntag in der Tageszeitung „Die Presse“ entdeckt. In der Sprechblase „Meine Spende für die Zukunft!“ wirbt Kammerschauspieler Erwin Steinhauer für die Aktion „Retten Sie Radio Klassik Stephansdom!“. Untertext: „Mit nur 1 Euro am Tag sichern Sie das Überleben Ihres Klassiksenders!“ Ja, man weiß: Qualität hat seinen Preis, Qualitätsjournalismus erst recht! Zugegeben: Ein wenig durchgeatmet habe ich schon, als ich jüngst mein Jahres-Abonnement für die Zeitung „Die Presse“ erneuert habe, eine Zeitung, für die ich selbst lange Jahre geschrieben habe: 791 Euro! Darin ist bereits eine gut 20-prozentige Ermäßigung berücksichtigt.
Wie günstig ist da hingegen das Abonnement des „Ybbstalers“! (Jetzt ist die Katze aus dem Sack!) 140 Euro für ein ganzes Jahr unabhängiger, sachlicher, flächendeckender, regionaler Berichterstattung, bei der uns keine Sorge zu klein, kein Thema zu unwichtig und kein Anspruch – wie die Rettung des Notarztstützpunktes – zu groß ist. Was bekommt man für 140 Euro, wenn man bedenkt, dass im kommenden Winter in manchen Skigebieten die Tagesliftkarte bereits 80 Euro kostet? In einschlägigen Foren wird indes der Niedergang der Printmedien, die Jahr für Jahr an Auflage einbüßen, vorhergesagt. Wir aber wollen uns fest gegen diesen Trend stellen, weil wir an die Zukunft der Regionalberichterstattung in Print, Online und Social Media glauben. Wir wollen den Beweis führen, dass verantwortungsbewusste regionale Berichterstattung Zukunft hat.
Sehr gerne mit Ihrer Unterstützung! Denn, wenn Sie das auch wollen, können Sie das tun, indem Sie den „Ybbstaler“ abonnieren oder, noch besser, jemandem ein „Ybbstaler“-Abo unter den Christbaum legen. (Jetzt schließt sich der Kreis.) Mit nur 38 Cent pro Tag stellen Sie sicher, dass Ihre Lieben jede Woche an Sie denken, vorausgesetzt, dass auch der Briefträger dies tut. Wir danken es Ihnen, indem wir weiter mit ganzer Kraft gegen den Trend der Zeit ankämpfen. Frohe Weihnachten wünsche ich Ihnen aber erst in der Weihnachtsausgabe.

