Veröffentlicht am 4. März 2026

duomet wächst gegen den Trend

Ybbsitzer Industriebetrieb sucht Fachkräfte und blickt optimistisch nach vorne

duomet-Geschäftsführer Harald Schnetzinger sieht sein Unternehmen trotz globaler Unsicherheiten auf Wachstumskurs – und sucht zusätzliche Fachkräfte.

Während viele Betriebe mit Zurückhaltung und unsicheren Märkten kämpfen, stehen die Zeichen bei der Firma duomet in Ybbsitz auf Wachstum. Geschäftsführer Harald Schnetzinger spricht im Gespräch mit dem Ybbstaler von einer „sehr stabilen Entwicklung – auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“.

duomet produziert Rohre und Rohrsysteme sowie Filtergehäuse, Tanks und Behälter für Kraftstoff, Wasser, Öl und Abgase. Die Produkte aus Ybbsitz finden sich in Baumaschinen, Landmaschinen und sogar in der Flugzeugindustrie wieder. Zu den Kunden zählen internationale Größen wie Liebherr, Kässbohrer, Rotax, CNH oder die Reform-Werke.

Wiederaufbau der Ukraine als Impulsgeber

„Wir hängen durch die Baumaschinenindustrie stark an der Weltwirtschaft“, erklärt Harald Schnetzinger. Entsprechend genau beobachte man internationale Entwicklungen – von der US-Zollpolitik bis zu den aktuellen Konflikten im Nahen Osten. „Das sind zusätzliche Unsicherheiten, deren Auswirkungen man noch schwer einschätzen kann.“

Trotzdem – oder gerade deswegen – zeigt sich das Unternehmen bemerkenswert robust. „Unsere Auftragslage und Umsätze waren auch in der Krise sehr gut“, betont Schnetzinger. Man gehe von einem wirtschaftlichen Aufschwung für das Jahr 2026 aus. Ein möglicher Wiederaufbau in der Ukraine wirke bereits jetzt als Impuls: „Die Baumaschinenindustrie rüstet sich für ein Ende des Krieges. Dadurch entsteht schon jetzt eine gesteigerte Nachfrage nach unseren Produkten.“

Zusätzliches Personal gesucht

Die positive Entwicklung hat konkrete Folgen: duomet möchte wachsen – und sucht zusätzliches Personal. „Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, benötigen wir Metallfacharbeiter, Schweißer, aber auch Lehrlinge im Bereich Metalltechnik und Mechatronik“, so Schnetzinger. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften steige spürbar.

Das passt auch zur grundsätzlichen Haltung des Unternehmers. Die weltpolitischen Verwerfungen hätten eine längst notwendige Diskussion über Lieferketten angestoßen. „Wir müssen zurück zur europäischen Produktion“, sagt Schnetzinger. Nur auf Forschung und Entwicklung allein könne Europa nicht bauen. „Das Handwerk und die Facharbeiter werden wieder wichtiger – da passiert schön langsam ein Umdenken.“

Gründung vor fast 60 Jahren als „Filterbau“

Dass duomet heute in dieser Position ist, hat auch mit der eigenen Geschichte zu tun. Gegründet wurde das Unternehmen 1967 als „Filterbau“. 2009 übernahmen Harald Schnetzinger und Willi Hilbinger den Betrieb. „Es war alles alt, aber Filterbau hatte einen sehr guten Kundenstock, auf den wir aufbauen konnten“, erinnert sich der Unternehmer. 2011 wurde der neue Firmensitz im Wirtschaftspark Haberlehen eröffnet und die Firma in duomet umbenannt.

Aus damals 30 Mitarbeitern sind inzwischen 65 geworden. Und die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Nächstes Jahr feiert das Unternehmen sein 60-jähriges Jubiläum – als moderner Industriebetrieb mit internationaler Ausrichtung und klarer Zukunftsperspektive.

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Veröffentlicht am 4. März 2026

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