Im Jänner wählt Waidhofen einen neuen Gemeinderat. Vertreter der Liste MFG stellen sich unter neuem Namen der Wahl

Den Auftakt zum Gemeinderatswahlkampf im Jänner 2027 setzte diese Woche MFG-Frontmann Wolfgang Durst. Nach Spekulationen, ob die Liste, die sich von der Landesorganisation „Menschen Freiheit Grundrechte – MFG“ losgesagt hatte, wieder in den Ring steigen würde, ist damit beantwortet. Durst, dessen MFG-Fraktion über sieben Gemeinderäte und zwei Stadtratssitze verfügt, ließ die Katze aus dem Sack. „Wir werden einen Wahlvorschlag unter dem Namen ‚Forum Waidhofen‘ zusammenstellen“, sagte er gegenüber dem „Ybbstaler“. Dabei will sich Durst auch vom Programm der MFG lösen. „Wir wollen uns breiter aufstellen und Leuten, die sich bisher vielleicht noch nicht engagiert haben, die Möglichkeit geben, mitzuarbeiten“, so Durst.
Kein Klub- oder Fraktionszwang
In der politischen Arbeitsweise will er sich „deutlich distanzieren von Klub- und Fraktionszwang“ und so eine Alternative zur Parteidisziplin bieten. „Ob unsere Mandatare die Meinung des Klubs teilen oder dagegenstimmen, ist ihnen freigestellt“, so Durst, ein Usus, der auch bisher von der MFG praktiziert wurde. Die Frage, ob er schon ein Parteiprogramm verfasst habe, beantwortet Durst so: „Ich habe immer ein Konzept, aber das schreibe ich niemandem vor.“ Gemeinderatswahlen seien Personenwahlen. „Wir freuen uns über Leute, die schon etwas mitbringen, in regionale Themen eingearbeitet sind und sich frei engagieren wollen.“
Angebot an Parteien und Leonhartsberger
Bei entsprechender Wahlarithmetik wäre Durst auch bereit, in Koalitionen einzusteigen, so wie WVP, SPÖ und FUFU derzeit eine Art Stadtregierung bilden. Spekulationen hingegen, dass Erich Leonhartsberger beim „Forum Waidhofen“ andocken könnte, erteilte dieser in der Gemeinderatssitzung am 28. September eine Absage. „Ich werde nicht im nächsten Gemeinderat sein“, so Leonhartsberger wörtlich im Rahmen der Sitzung. Trotzdem hält Durst ihm die Tür offen. „Wenn Leonhartsberger bei uns mitmachen möchte, ist er willkommen. Als erfahrener Mandatar wäre er sicher eine Bereicherung“, so Durst. Leonhartsberger war Gemeinderat und Stadtrat für die SPÖ, bevor er sich von der Fraktion, aber nicht von der Partei lossagte, und er gehört seither und bis zur nächsten Wahl dem Gemeinderat als fraktionsloser Mandatar an.




