Nur wenige Wochen nach dem Ableben von Bürgermeister a. D. Josef Gruber ist die Gemeinde Hollenstein erneut von einem schmerzlichen Verlust betroffen. Bürgermeister a. D. Manfred Gruber starb am 24. Jänner im 61. Lebensjahr.

„In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Bürgermeister a. D. Manfred Gruber, der das Gemeindeleben über mehr als drei Jahrzehnte mitgestaltet hat“, teilt Bürgermeisterin Manuela Zebenholzer mit. Manfred Gruber war lange Jahre in Hollenstein in vielen Funktionen politisch aktiv. 1993 zog er als Mitglied der SPÖ-Fraktion in den Gemeinderat ein. Darüber hinaus wirkte er als geschäftsführender Gemeinderat sowie als Obmann des Hauptschulausschusses. Auch in seiner Funktion als Fraktionsobmann war ihm ein gutes Miteinander sowie gegenseitiges Verständnis unter den beiden Fraktionen stets ein besonderes Anliegen. Von 2013 bis 2016 übernahm Manfred Gruber das Amt des Bürgermeisters in einer besonders herausfordernden Zeit, nachdem sein Vorgänger Franz Gratzer durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen worden war. Mit großem Pflichtbewusstsein, Umsicht und persönlichem Einsatz stellte er sich – getragen von der Unterstützung eines engagierten Teams – den damit verbundenen menschlichen und politischen Herausforderungen.

Ereignisreiche Amtszeit
Seine Amtszeit war von einschneidenden Ereignissen geprägt. Die Schließung des Polizeipostens, der Abriss der Ybbstalbahn sowie die Mure Gallenzen, die einen Katastrophenhilfeeinsatz des Bundesheeres nach sich zog, stellten ihn und die Gemeinde vor große Herausforderungen. Gleichzeitig konnte er wichtige Grundsteine für die Weiterentwicklung Hollensteins legen. Darunter fallen vor allem Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Ausbau von Bildungsinfrastruktur, Straßenbau, Hochwasserschutz und der Gemeindeentwicklung. Die Verleihung des Ehrenrings an Willibald Bissenberger war ihm ein besonderes Anliegen gewesen.
„Manfred Gruber war ein verständnisvoller Chef und für viele ein guter Freund. Er hatte stets ein offenes Ohr, ein ehrliches Interesse am Miteinander und echte Verbundenheit mit seinem Dorf und seinen Menschen“, sagt Zebenholzer.
Geselliger Mensch und Mitbegründer des Freizeitvereins
Über seine politischen Funktionen hinaus war Manfred Gruber ein sehr geselliger Mensch und Mitbegründer des Veranstaltungsvereins Oberes Ybbstal und des Freizeitvereins, damals unter „Bongos Insel Club“ bekannt. Die Rettung und Revitalisierung des Strandbades im Jahr 1992 war ein besonderer Faktor für die Geschichte des Ortes. Er organisierte mit Vereinskollegen Kinderolympiaden im Strandbad, Ausflüge und Begegnungen für Jung und Alt. Hollenstein verliert mit Manfred Gruber einen Menschen, der sich mit großer Loyalität und Herzlichkeit für das Wohl der Gemeinde eingesetzt hat.

