In St. Georgen/Klaus wurden die Projekte Turnsaal und zweite Kindergartengruppe vorgestellt – die Umsetzung soll noch in diesem Jahr starten

Drei Schwerpunkte hat sich die Waidhofner „Stadtregierung“, bestehend aus WVP, SPÖ und FUFU, für die kommenden Jahre gesetzt: Infrastruktur, Sicherheit sowie Bildung und Kinderbetreuung. Letzter Punkt ist für St. Georgen/Klaus von großer Bedeutung, geht es doch um eine zweite Kindergartengruppe und vor allem einen Turnsaal. Am Mittwoch, dem 17. Juni, wurden die Pläne für dieses Projekt, über das man sich bereits seit Jahren Gedanken macht, im Pfarrheim vorgestellt. Viele Interessierte waren gekommen, auch Bürgermeister Werner Krammer, Vizebürgermeister Armin Bahr, Baustadtrat Martin Dowalil, Finanz-Stadtrat Peter Engelbrechtsmüller und Baudirektor Martin Helm waren vor Ort. Gemeinderat Lukas Hintsteiner nahm die Begrüßung vor, bevor er das Wort an den Bürgermeister übergab. „Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass man Ziele vor Augen hat und diese auch umsetzt“, so Krammer. „Hier in St. Georgen war der erste Schritt die Umsetzung einer provisorischen zweiten Kindergartengruppe, jetzt muss der zweite Schritt folgen, um den Fehlbedarf, der hier für Kindergarten und Volksschule herrscht, zu beheben. Das bedeutet den Bau einer zweiten Kindergartengruppe sowie eines zeitgemäßen Bewegungsraums.“
Turnsaal auch als Veranstaltungssaal nutzbar
Die Vorstellung der Pläne übernahmen Evelyn Mayer und Andreas Bösch vom Planungsbüro w30. „Kindergarten und Turnsaal ergeben einen quadratischen Baukörper“, erklärte Evelyn Mayer anhand der projizierten Pläne. „Wir haben dabei versucht, uns beim Gebäude von der Höhe her zurückzunehmen.“ Dadurch soll sich der neue Bau zwischen Pfarrheim und Volksschule/Kindergarten harmonisch einfügen und wird mittels einer Brücke mit dem alten Schulgebäude verbunden. Im vorderen, nach Süden ausgerichteten Teil des Holzbaus wird die Kindergartengruppe eingerichtet, Richtung Norden findet der 188 m2
große, zweigeschoßige Turnsaal seinen Platz. Besonders wichtig für die Dorfgemeinschaft ist, dass der Turnsaal auch als Veranstaltungssaal genutzt werden kann. „Man verbaut sich mit diesem Projekt nichts für die Zukunft“, betonte Krammer und bezog sich damit auf den ursprünglichen Plan, den Bau mit dem Pfarrheim zu verbinden und Platz für ein Wirtshaus zu schaffen – denn dieses fehlt seit mittlerweile über zehn Jahren. Auch wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichen, um diese Idee sofort zu verwirklichen, ist eine spätere Umsetzung immer noch möglich.
2027/28 soll Kindergartengruppe Betrieb aufnehmen
„Nun soll die Einreichsplanung so schnell wie möglich finalisiert werden, damit man bald einreichen kann“, führte Gemeinderat Lukas Hintsteiner die nächsten Schritte aus. Der Spatenstich ist für Oktober 2026 geplant, im Schuljahr 2027/28 soll die Kindergartengruppe in Betrieb gehen können. Auch im alten Schulgebäude wird es zu Umbauten kommen, aus dem kleinen Bewegungsraum sollen wahrscheinlich Lehrer-, Besprechungs- und Personalzimmer werden. Die provisorische zweite Kindergartengruppe im Keller wird wohl endlich Platz für einen Werkraum bieten – Flächen, die von Kindergarten und Volksschule gemeinsam genutzt werden können.
„Das Projekt ist ein Meilenstein für St. Georgen“, meint Hintsteiner, „denn damit kann man Kindergarten- und Schulstandort sichern. Wir können uns auf das, was hier entsteht, freuen!“





