Veröffentlicht am 19. September 2025

Energieautark mit Wasserstoff?

Eine Waidhofner Kooperation ermöglicht ein zukunftsweisendes Pilotprojekt zur Energiesicherheit der kritischen Infrastruktur

Michael Renz (Hydrosolid GmbH), Ralph Hammer (Stabstelle für Sicherheitsforschung und Technologie), Hans Gold (GoWell), Klara Reichartzeder (GoWell), Hannes Markt (Bundesforste), Jozef Janco (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) und Lukas Renz (Hydrosolid) (von links) zeigen sich begeistert von dem zukunftsweisenden Pilotprojekt Luegberghütte in Waidhofen. © HydroSolid GmbH

Ein Pilotprojekt zur Energiesicherheit für kritische Infrastruktur wurde in Waidhofen umgesetzt. Es geht dabei darum, dass kritische Infrastruktur im Falle eines Blackouts netzunabhängig energieautark betrieben werden kann. Dafür wurde die Waidhofner Luegberghütte als Versuchsprojekt mit einem Wasserstoffgenerator ausgestattet. Die Anlage kombiniert kurzfristige Batteriespeicherung mit den Vorzügen der langfris­tigen Wasserstoffspeicherung. Bei Sonne wird der Energiebedarf der Hütte über die Photovoltaikanlage gedeckt. Bei höherem Verbrauch, schlechter Witterung und nächtens übernimmt der Wasserstoffgenerator die Stromerzeugung, wobei die Batterie bis zu 10 Kilowattstunden Strom speichern und eine Leistung von 4 Kilowatt abgeben kann. Das reicht für die Aufrechterhaltung des Betriebs bei Stromausfall und stellt so die Energieautarkie des Pilotprojekts sicher.

Durch die Aktivierung einer Brennstoffzelle greift das System direkt auf die „Hydrosolid Hive Wasserstoffspeicher“ zurück und stellt eine zuverlässige, autarke und emissionsfreie Stromversorgung sicher. Mit Unterstützung des Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS des Finanzministeriums und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG setzten die Bundesforste, das Wasserstoff-Technologieunternehmen Hydrosolid und die GoWell GmbH aus Waidhofen erstmals ein derartiges Energiesystem um, das auf Wasserstoff basiert und speziell für die Versorgung kritischer Infrastruktur entwickelt wurde.

Offizielle Projektübergabe

Am 8. September fand die Übergabe des Projekts an die Bundesforste statt. „Dies ist ein Meilenstein für eine sichere und nachhaltige Energiezukunft“, ist GoWell-Geschäftsführer Hans Gold, überzeugt. „Mit dem Hydrosolid Hive zeigen wir, wie Wasserstoff auch im Bereich der kritischen Infrastruktur einen entscheidenden Beitrag leisten kann – zuverlässig, sicher und klimaneutral“, erklärt Lukas Renz, Geschäftsführer (CEO) von Hydrosolid.

„Als Naturraumbetreuer tragen wir Verantwortung für den Schutz von Natur, Umwelt und Infrastruktur. Gerade in entlegenen Regionen ist Versorgungssicherheit von zentraler Bedeutung“, so Claudia Nutz von den Bundesforsten. „Es ist gelungen, ein zukunftsweisendes System auf Basis von grünem Wasserstoff umzusetzen, das Versorgungssicherheit und Klimaschutz miteinander verbindet“, sagt Karin Tausz von der Forschungsförderungsgesellschaft FFG. „Für uns ist es wichtig, dass Sicherheitsforschung jene Innovation schafft, um Österreich auch zukünftig sicher zu wissen“, betont Ralph Hammer, Leiter der Stabsstelle für Sicherheitsforschung im BMF.

Veröffentlicht am 19. September 2025

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