Die Auswirkungen der Corona-Krise führten 2020 bei Firma LiSEC zur Verkleinerung der Führungsmannschaft, zur Zusammenfassung von Bereichen sowie zur Kündigung von 120 Mitarbeitern. Nun steht eine erneute Kündigungswelle an

Durch die seit 2023 anhaltende Schwäche der weltweiten Baukonjunktur ist die Investitionsbereitschaft der Kunden in den letzten Jahren deutlich gesunken, begründet das Unternehmen die Maßnahme. „Aufgrund unserer weltweit führenden Position konnten wir die Auswirkungen auf LiSEC bisher abfedern. Infolge der langen Dauer dieser Konjunkturschwäche spüren inzwischen jedoch auch wir Auswirkungen auf unser Geschäft. Entsprechend dem verhaltenen Auftragsgeschehen der letzten Monate müssen wir unsere Kapazitäten weltweit geringfügig anpassen.“
Die Anpassung in der Gesamtgruppe – sie umfasst weltweit 25 Standorte – betrifft ca. 60 Mitarbeiter, davon rund die Hälfte bis zwei Drittel am österreichischen Standort in Seitenstetten. Aufgrund des vergleichsweisen geringen Umfanges der Kündigungen sowie der zeitlichen Verteilung war eine Aktivierung des Frühwarnsystems nicht erforderlich. Mit dem Betriebsrat wurde eine Vereinbarung getroffen, die die betroffenen Mitarbeiter freiwillig bei der Neuorientierung über die gesetzlichen Ansprüche hinaus unterstützt.
Über die Firma LiSEC
1961 gründetet Peter Lisec senior in Hausmening einen Glasereibetrieb. Bereits 1966 wurde mit der fabrikmäßigen Herstellung von Isolierglas begonnen. In den über 60 Jahren Firmengeschichte entwickelte sich daraus einer der weltweit führenden Hersteller von Glasbearbeitungsmaschinen. 1993 übersiedelte die LiSEC Maschinenbau GmbH von Hausmening nach Seitenstetten. Im Jahr 1999 wurden die ersten internationalen Niederlassungen gegründet, 2022 erfolgte eine Erweiterung des Engineering Centers.

