Veröffentlicht am 12. Februar 2026

Erstes Stadt- und Dorfgespräch fand Anklang

Waidhofen lädt im Frühjahr zu Stadt und Dorfgesprächen ein, einem Format für Austausch zwischen Bürgern und Politik

Dorf- und Stadtgespräch Nummer eins: Das erste Stadt- und Dorfgespräch erbrachte eine konstruktive Diskussion. © Leo L.

„Wir wollen vor Ort, persönlich und lösungsorientiert diskutieren und uns darüber austauschen, was es für noch mehr Lebensqualität in Stadt und Land braucht. Denn wir gestalten die Zukunft unserer Stadt gemeinsam. Damit es auch die richtige Zukunft ist, müssen Ideen dort entstehen, wo sie auch wirken.“ Mit dieser Adresse lud Bürgermeister Werner Krammer (WVP) gemeinsam mit den beiden Vizebürgermeistern Mario Wührer (WVP) und Armin Bahr (SPÖ) sowie Stadtrat Martin Dowalil (FUFU) ein. 

Krammer stellte fünf Sorgen dar

Dabei wurden aktuelle Impulse aufgenommen und Anliegen angesprochen, etwa das brennende Thema Gesundheitsversorgung. In seinen Eröffnungsvortrag sprach Krammer seine fünf Sorgen an, die er bereits beim Neujahrsempfang formuliert hatte: die Stadtfinanzen, die Rolle Waidhofens in der Region im Bereich Gesundheit und Pflege, die steigenden Kos­ten für Verwaltung und überbordende Bürokratie, die Beteiligung der Bevölkerung am öffentlichen Diskurs und die Sorge um die Zukunft der Stadt, für die es bereits einen „Zukunftsplan“ gibt, der laufend an die Wirklichkeit angepasst werden müsse.

Über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren beim ersten Stadt- und Dorfgespräch. © Leo L.

Von Notarztversorgung bis Innenstadt-Schutzzone

„In der Politik ist man oft versucht, dass man alles macht“, so Krammer. Die politische Erfahrung zeige aber, dass damit die Zufriedenheit nicht immer steige, sondern oft das Verlangen nach mehr befeuert würde. In einer ers­ten Fragerunde widmete man sich der Gesundheit und der Notarzt-Versorgung, ein Thema, das sich in 17.000 Unterschriften für die Beibehaltung des Notarztstandortes Waidhofen geäußert hat. Krammer wies auf die Petition der Gemeinde und auf Gespräche mit den zuständigen Landesräten Eva Prischl (SPÖ) und Anton Kasser (ÖVP) hin. Dass die Landesregierung die Stationierung eines bodengebundenen Notarztmittels zugesichert habe, beteuerte Krammer. Zu den Bauplänen einer Fast-Food-Kette im Patertal verwies Krammer auf ein laufendes Behördenverfahren, das auch weitere Baupläne von Firmen in dem Bereich betreffe. „Das Grundstück hat die nötige Widmung, und das Grundstück gehört nicht uns“, stellte Dowalil klar. Entscheidend sei der Ausgang des Behördenverfahrens zur Verkehrslage in der Wienerstraße B 121.

Weitere Themen waren die Komplexität der Innenstadt-Schutzzone und die von der Stadt verhängte Bausperre, die Situation der Gemeindewohnungen und die vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Petition an das Land, die Anzahl der Gemeinderäte zu reduzieren.

Veröffentlicht am 12. Februar 2026

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