Plötzlicher Unfall stellt Gesundheitssystem auf die Probe

Am 14. November lud der ÖAMTC-Touringclub Waidhofen zum dritten Mal seine Mitglieder zu einer Exkursion zum Stützpunkt der ÖAMTC Flugrettung Christophorus 15 in Ybbsitz ein. 28 Erwachsene und ein Kind folgten diesem Aufruf und trafen sich beim ÖAMTC-Stützpunkt Waidhofen.
Nach der Begrüßung durch Obmann Anton Durstberger wollte sich die Gruppe auf den Weg zum Hubschrauber-Landeplatz machen. Plötzlich brach Panik aus, weil eine der Teilnehmerinnen über ein nicht gesichertes Hindernis gestürzt war und sich verletzt hatte. Nach Anforderung der Rettung über den Notruf 144 ist im weiteren Verlauf die Rettungsaktion nicht optimal verlaufen. Aufgrund der, wie den Teilnehmern vermittelt wurde, politisch vorgegebenen Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem sind auch die für solche Fälle kompetenten Rettungsfahrzeuge ausgedünnt worden, sodass es rund 20 Minuten gedauert hat, bis ein Rettungswagen vor Ort war.
Nachdem endlich die Patientin versorgt war, konnte die Fahrt zum Hubschrauber-Stützpunkt in Ybbsitz angetreten werden. Die Teilnehmer wurden vor Ort von der Crew der ÖAMTC Flugrettung – Cpt. Manuel Ebner, Rettungssanitäter Ferdinand Stubauer und dem leitenden Notarzt Oberarzt Sebastian Kautzky – freundlich empfangen. Cpt. Ebner erläuterte in einem spannenden Vortrag die Aufgaben der ÖAMTC Flugrettung und schilderte die Gründe für die Entstehung des Stützpunktes vor 20 Jahren an diesem Ort. Aufgrund des Vorfalles am ÖAMTC-Stützpunkt wurde Oberarzt Kautzky mit diversen Fragen bombardiert. Es kam zu einer emotionalen Debatte, der sich der Notarzt mit Geduld und fachlicher Expertise stellte, wofür ihm großer Dank gebührt.
Schließlich ließen die Teilnehmer der Exkursion den Tag bei Speis und Trank und regem Gedankenaustausch über das Erlebte in der Jausenstation Putzmühle ausklingen.
Weitere Infos: www.touringclub-waidhofen.at

