Die Plakat-Affäre, die mit Überplakatierungen und im Anschluss abgerissenen Plakaten ihren Anfang nahm, ist seit Kurzem um weitere Facetten reicher

Der Politstreit zwischen FPÖ und FUFU begann damit, dass Affichierungen des Kulturvereins Frikulum von Veranstaltungsplakaten der FPÖ überklebt und diese im Anschluss beschädigt bzw. abgerissen wurden. Auf Social Media machte FUFU-Stadtrat Martin Dowalil seinen Unmut sehr deutlich öffentlich. Im Kurzvideo beschimpfte der Waidhofner Stadtrat die FPÖ als „Dodelpartei“ und tätigte die Aussage „wenigstens bin i koa gschissene Nazi-Sau wie du“, während er auf das Konterfei von Alexander Schnabel hinfilmte. Dieses befand sich auf dem FPÖ-Plakat, mit dem das Kulturverein-Plakat überklebt worden war. Landtagsabgeordneter Alexander Schnabel nahm dies als persönlichen Angriff und brachte gegen Martin Dowalil eine Unterlassungsklage ein. Laut Gerichtsurteil darf FUFU nun nicht mehr „gschissene Nazisau“ sagen, wie der Verurteilte in einem neuen Social-Media-Video kundtut. Wieso ein außergerichtlicher Vergleich, den der Richter vor dem Urteil in den Raum gestellt hatte, für Martin Dowalil nicht infrage kam, führte er in seinem neuesten Video wie folgt aus: „Bevor i in da Freizeit mit am FPÖler auf a Bier geh‘, fang i zum alkoholfreien Radler-Saufn au.“ Neben der Unterlassung brachte ihm dies eine Strafzahlung von 3.500 Euro ein.
Spendenaktion auf gofundme
Das rief Freunde von Martin Dowalil auf den Plan, die spontan eine Spendenaktion starteten. Warum „Waidhofens Bürgermeister der Herzen“ unterstützt werden sollte, erklären seine Freunde wie folgt: „Dowi, der mit seiner Aufwandsentschädigung des Stadtsenates soziale Projekte unterstützt, braucht jetzt selbst Hilfe. Mit so viel Geld entlastet er den Soma Markt, Familien in Waidhofen, die sich in einer prekären Lage befinden, hilft mit Spenden dem Tierschutzverein Ybbstal, organisiert jedes Jahr eine Christbaumspende für Menschen mit geringen finanziellen Mitteln – und das ist nur die Spitze des Eisberges. Dies ist nicht nur ein Aufruf für Spenden, dies ist ein Aufruf dafür, für das Richtige einzustehen, aktiv mitzuwirken und Dowi und somit auch seinen drei Mitstreitern zu zeigen, dass sie nicht alleine sind!“
Zu Redaktionsschluss am Dienstag waren vom Zielbetrag von 3.000 Euro bereits 1.975 Euro erreicht. „Der Ybbstaler“ wird die Entwicklungen weiterverfolgen.

