Alfred Michael Beck und Fritz Stummer wurde im kleinen Rahmen gedankt

Am 25. Februar ehrte Waidhofen im Rahmen der „Verleihung der Ehrenzeichen“ Persönlichkeiten für ihren Einsatz und ihre Verdienste um das Gemeinwesen. Zwei Persönlichkeiten, die mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet wurden, konnten an der offiziellen Verleihung nicht teilnehmen. Bürgermeister Werner Krammer holte die Übergabe deshalb in kleinerem Rahmen nach.
Geehrt wurden der Unternehmer Alfred Michael Beck, der Waidhofen mit Projekten sichtbar geprägt hat, und der langjährige Chefredakteur der Wochenzeitung „Der Ybbstaler“ Fritz Stummer, der über Jahrzehnte das Leben in der Stadt begleitet und dokumentiert hat.
„Diese Ehrenzeichen stehen für gelebtes Miteinander und für Menschen, die Waidhofen mit ihrem Tun stark machen. Wir sagen damit bewusst Danke und zeigen, dass wir sehen, was geleistet wird“, betonte Bürgermeister Werner Krammer.
Weitblick mit Bezug zur Region
Alfred Michael Beck steht für unternehmerischen Weitblick mit starkem Bezug zur Region. Besonders deutlich wurde das beim Ankauf und der Entwicklung des ehemaligen Zeller Schlosses. Mit dem Hotel „Schloss an der Eisenstrasse“ und dem Schlosscenter entstand ein touristischer Leitbetrieb, der heute aus Waidhofen nicht mehr wegzudenken ist und weit über die Stadtgrenzen hinauswirkt. Dazu kommt ein weiterer Punkt, der in Waidhofen immer wieder auffällt: Alfred Michael Beck ist nicht nur Investor, sondern auch jemand, der Kultur und Vereinsleben unterstützt, direkt durch Projekte und indirekt durch Förderung von Initiativen in der Stadt. Auch der Ausbau des Gutes Obersteinrigl zu einem Veranstaltungs- und Hochzeitsort passt in dieses Bild: mit Gespür für Qualität, mit Vertrauen in regionale Betriebe und mit spürbarer Verbundenheit zu Waidhofen.
41 Jahre Regionaljournalismus
Fritz Stummer wird für sein journalistisches Lebenswerk ausgezeichnet. 41 Jahre lang war er im Regionaljournalismus tätig, viele davon als langjähriger Chefredakteur. In dieser Zeit ging es ihm nicht um die große Pose, sondern um das, was eine Stadt im Innersten zusammenhält: Menschen, Vereine, kleine und große Ereignisse, Alltag und Besonderes. Mit dem „Boten von der Ybbs“, dessen Geschichte bis 1886 zurückreicht, hat Fritz Stummer ein Stück regionales Gedächtnis bewahrt. Generationen von Waidhofnerinnen und Waidhofnern haben in dieser Zeitung ihre Geschichten gefunden und damit auch ein Stück Heimat. Auf die Frage des „Ybbstalers“, was dem ehemaligen Chefredakteur diese Auszeichnung bedeutet,
zitiert Fritz Stummer Altkanzler Bruno Kreisky: „Sie wissen gar nicht, wie viel Lob ich vertragen kann.“ Und setzt nach: „Die Wertschätzung für meine Tätigkeit, die die Stadt damit zum Ausdruck bringt, freut mich sehr. Dass ich 40 Jahre der 140 Bestandsjahre die Zeitung prägen durfte, ist mir eine Ehre. Es ist schon etwas Besonderes, dass eine relativ kleine Stadt wie Waidhofen eine eigene Zeitung hat.“

