Veröffentlicht am 21. Juli 2025

Historische Weichenstellung für die Ybbstalbahn-Bergstrecke

Die Sanierung der Museumsbahn wurde vom Land beschlossen, ab Mai 2026 soll sie wieder in Betrieb gehen

Mit der Sanierung wird ein lebendiges Stück niederösterreichischer Seele für kommende Generationen bewahrt. © NOELB/Frank Esche

„Die Ybbstalbahn ist mehr als nur eine Eisenbahn – sie ist eine Zeitreise durch das Herz unserer Heimat. Mit ihrer Sanierung schenken wir alten Gleisen neues Leben und bewahren ein lebendiges Stück niederösterreichischer Seele für kommende Generationen“, sagt NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer. „In den kommenden drei Jahren wird die Erneuerung, die durch die Betreiber der Museumsbahn durchgeführt wird, mit rund 750.000 Euro vom Land Nieder­österreich gefördert“, informiert Landbauer.

Einzigartig in Europa

Die Ybbstalbahn-Bergstrecke ist aufgrund ihres Hochgebirgs­charakters und den Kunstbauten wie etwa den beiden Trestlework-Brücken einzigartig in ganz Österreich und Europa. Die Sanierung dieser malerischen Eisenbahnstrecke ist also nicht nur eine gute Nachricht für Eisenbahn-Nostalgiker, sondern auch für Kultur- und Naturliebhaber. Die Wiederbelebung des historischen Verkehrsweges wird künftig wieder Familien, Touristen, Wanderer und Eisenbahnfreunde bis zum Naturjuwel Lunzer See befördern.

Zwei Verbindungen täglich

Seit dem Jahr 2012 hatte es Gespräche über den Erhalt der Ybbs­talbahn-Bergstrecke gegeben, bis 2023 konnte allerdings keine Lösung für eine notwendige Förderung zur Sanierung gefunden werden. 2024 musste der Abschnitt Pfaffenschlag und Lunz schließlich gesperrt werden. Ab Mai 2026 soll der Ötscherland-Express zwischen Lunz und Kienberg-Gaming von Mai bis Oktober und im Dezember an Samstagen, Sonn- und Feiertagen mindestens zweimal täglich in beide Fahrtrichtungen verkehren.

Auch vonseiten der Betreiber ist man zuversichtlich. „Wir werden die Strecke nicht nur sanieren, sondern den Museumsbahnbetrieb so gestalten, dass wir ein attraktives touristisches Angebot für die Region darstellen. Dazu werden wir Kooperationen mit den Gemeinden und Tourismusbetrieben in der Region eingehen“, kündigt Albert Malli, Vertreter der Museumseisenbahn, an.

Rechtliche Grundlagen

Zur Erhaltung wird ein Fördervertrag zwischen der NÖLB-NÖ Lokalbahnen Betriebsgesellschaft m.b.H., die die Bahnstrecke Kienberg-Gaming bis Lunz am See als eine Museumsbahn betreibt, und dem Land Nieder­österreich abgeschlossen. Die Schieneninfrastruktur steht dem Fördernehmer aufgrund eines Pachtvertrages, welcher mit der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsges.m.b.H. (NÖVOG) abgeschlossen wird, zur Verfügung.

Veröffentlicht am 21. Juli 2025

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