Der Feiertag Mariä Empfängnis stand auch heuer ganz im Zeichen der Blasmusik-Konzertbewertung der Musikkapellen der Region

Am 8. Dezember zeigten bei der Konzertmusikbewertung alle Kapellen der Region mit äußerst guten Leistungen auf. Es steht dabei den Kapellen frei, in welcher Stufe sie zur Bewertung antreten wollen, wobei die Stufe A die Pflichtstücke der einfachsten Kategorie und die Stufe E die Stücke der schwierigsten Kategorie aufweisen. Zusätzlich suchte jede Kapelle ein Stück nach eigener Wahl aus. Daher wird auch umso strenger bewertet, je höher die gewählte Stufe ist. Zwölf Kapellen traten in Waidhofen zur Bewertung an, die Ergebnisse stehen in der Folge in Klammer, wobei diese nur innerhalb der jeweiligen Stufe vergleichbar und umso schwerer zu erreichen sind, je höher die gewählte Stufe ist.
Zwölf Kapellen stellten sich der Bewertung
In der Stufe B traten die Kapellen St. Georgen/Reith (86,83 Punkte), Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth (87 Punkte) und Aschbach (87 Punkte) an. Für die Stufe C entschieden sich die Musikkapellen Biberbach (88 Punkte),
St. Georgen/Klaus (90,5 Punkte), St. Leonhard (89,17 Punkte) und die Werksmusikkapelle Böhlerwerk (84,67 Punkte).
Die anspruchsvolle Stufe D wählten Ybbsitz (91,5 Punkte), Allhartsberg (90,67 Punkte), Konradsheim (90,17 Punkte) und Windhag (97 Punkte). Der Musikverein Windhag erreichte die äußerst selten vergebene Anzahl von 97 bei einer maximal zur Verfügung stehenden Zahl von 100 Punkten, was einmal mehr das unglaubliche hohe Niveau des Windhager Musikvereins unter Kapellmeister Thomas Maderthaner klarstellt.
Musikverein Windhag und Stadtmusikkapelle
Als einzige Kapelle in ganz Niederösterreich (!) wählte die Stadtmusikkapelle Waidhofen die höchste und anspruchsvollste Stufe E. Mit dem Pflichtstück „The Stone Guardians“ von Thomas Doss und dem Wahlstück „The Ghost Ship“ von José Alberto Pina brachten sie zwei Werke von unglaublich fordernder Komplexität zur Aufführung, die von der Stadtmusik unter der Leitung von Manfred Hirtenlehner mit bestechender Souveränität umgesetzt wurden. 89 Punkte in der Stufe E beweisen das hohe Niveau, auf das sich die Stadtmusik unter Hirtenlehners Leitung bereits begeben hat. Es wäre nicht Hirtenlehner, wäre ihm zum Abschluss nicht noch ein Gag eingefallen, indem er eine Zugabe anmoderierte, bei der Manuel Lerch den Taktstock schwang, der die Stadtmusik mit diesem Konzert aus privaten Gründen Richtung Randegg verlässt.
Hochklassige Konzertwertung
Am 8. Dezember stand der Plenkersaal bei der Konzertwertung ganz im Zeichen der Blasmusik
Während die Konzertwertung für die Musikkapellen wochenlange Vorbereitungen und Proben bedeutet, ergibt sich für das Publikum die einzigartige Möglichkeit, ein beinahe eintägiges Konzert zu genießen. Theoretisch könnte man sich nämlich von morgens bis abends sämtliche Kapellen hintereinander anhören. Ob tatsächlich jemand allen Beiträgen gelauscht hat, ist nicht bekannt, das Interesse und die Wertschätzung der Bevölkerung für Blasmusik ist jedoch sehr hoch. Das bewies nicht zuletzt der Umstand, dass praktisch bei allen Konzerten von 9.00 bis 18.45 Uhr die Ränge im Plenkersaal voll besetzt waren. Die Reihe der Ehrengäste änderte sich von Konzert zu Konzert. Pater Franz Hörmann, die Bürgermeister Werner Krammer und Gerhard Lueger, der Landtagsabgeordnete Mario Wührer und Landesrat Anton Kasser waren nur einige davon, die die Darbietungen genossen.

Ergebnisse der Konzertwertung
| Musikverein | Stufe | Punkte |
| MK Biberbach | C | 88 |
| MK Aschbach | B | 87 |
| MV Ulmerfeld-Hausmening-Neufurth | B | 87 |
| TMK St. Georgen/Klaus | C | 90,5 |
| MV St. Leonhard/Wald | C | 89,17 |
| TMK Konradsheim | D | 90,17 |
| TMK Allhartsberg | D | 90,67 |
| Werksmusikkapelle Böhlerwerk | C | 84,67 |
| MV Ybbsitz | D | 91,5 |
| MV St. Georgen/Reith | B | 86,83 |
| MV Windhag | D | 97 |
| Stadtmusikkapelle Waidhofen | E | 89 |





















Fotos © Lukas L. & Leo L.

