Veröffentlicht am 13. März 2026

In der Zielgeraden

Kommentar von Herausgeber Leo Lugmayr über die NÖ Landesausstellung im Klinikum Mauer

Die Vorbereitungen auf die NÖ Landesausstellung im Klinikum Mauer laufen auf Hochtouren und – was noch viel wichtiger ist – sie sind zeitlich exakt im Plan. Das stellten Ausstellungsleiter Erwin Klissenbauer, der wissenschaftliche Leiter der Ausstellung Armin Laussegger und der ärztliche Direktor des Klinikums Mauer Christian Korbel gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner kürzlich in einer Pressekonferenz im pittoresken Ostarrichi-Saal des Landhauses in St. Pölten fest. Unter einem Bild von Gunter Damisch, der zeitlebens und zuletzt immer mehr der Region verbunden war, und in einem Saal, dessen Bezeichnung von Neuhofen als Ostarrichi-Namensgeber herrührt.

Der Landesausstellungstross unter der Leitung von Erwin Klissenberger hat höchst professionell gearbeitet. Die Vorbereitungen biegen nun in die Zielgerade ein, rechtzeitig zum Ausstellungsauftakt, der für 28. März in Form eines Eröffnungsfests angesetzt ist. Die Bürgermeister von Haag (Lukas Michl­mayr), Oed-Öhling (Michaela Hinterholzer) und Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer erwarten sich von der Ausstellung Impulse für die Region, ein gerüttelt Maß an zusätzlicher Wertschöpfung und landesweite Publicity. Zu Recht, wenn wir uns an das Jahr 2007 und die Landesausstellung „Feuer & Erde“ erinnern, die für St. Peter/Au und Waidhofen nicht nur die Renovierung ihrer Schlösser bewirkt hat, sondern bis heute als Besuchermagnet nachwirkt. Was aber die Ausstellung „Feuer & Erde“ im Soge seiner 300.000 Gäste besonders ausmachte, war der Umstand, wie sich die Schau auf das regionale Selbstbewusstsein der Bevölkerung ausgewirkt hat. Bis heute beleben Kulturinitiativen die beiden Schlösser.

Wenn etwa der „Klangraum Waidhofen“ am 17. April im Schloss Rothschild mit Schauspielerin Gerti Drassl in einer Lesung von „Alice im Wunderland“ seinen neuen Zyklus eröffnet. Oder wenn – wie vergangenen Samstag – das Schloss St. Peter einer Inszenierung des Dramas „Urfaust“ von Johann Wolfgang von Goethe die Bühne bietet. Die Landesausstellung kann als wichtiger Motor für Kultur, Identität und Tourismus im Bezirk wirken. Sie kann Identität stiften, regionale Stärken sichtbar machen und wirtschaftliche Chancen eröffnen, weit über die Dauer der Ausstellung hinaus. Dass 2026 die psychische Gesundheit im Zentrum steht und das Landesklinikum Mauer als Standort gewählt wurde, eröffnet neue Perspektiven für die Region, für ihre Menschen und für alle, die diesen besonderen Ort der Jugendstil-Architektur mit der Geschichte der
Psychiatrie in all ihren medizinischen Errungenschaften, aber auch erschütternden Schattenseiten neu entdecken wollen. Unter dem Titel „Wenn die Welt Kopf steht“ werden Verbindungen zwischen Mensch, Psyche und Gesundheit beleuchtet. Die Herausforderungen psychischer Erkrankungen und deren Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige werden thematisiert. Ziel ist es, Verständnis zu fördern und Vorurteile abzubauen. Die Ausstellung sensibilisiert für psychische Gesundheit und betont die Bedeutung von Unterstützung und Mitgefühl in der Gesellschaft.

Die Menschen der Region sollten sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Gleichzeitig sind Betriebe, Tourismus und Gastronomie gefordert, aus dem Besucherstrom wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen. Wenn dies alles gelingt, dann ist es ein Glücksfall für die Region, wenn „die Welt Kopf steht“.

Veröffentlicht am 13. März 2026

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