Sportlich kompakt mit Kilian Mayrhofer

Über mich
Ich bin Kilian Mayrhofer, 21 Jahre alt aus Waidhofen an der Ybbs. Ich studiere Journalismus & Medienmanagement in Wien. Ich spiele selbst Fußball für den SV Opponitz. Meine Begeisterung für den Sport im Ybbstal ist groß und deshalb möchte ich in dieser Kolumne einen näheren Einblick in den Sport im Ybbstal gewähren.
Kein Geld für den Aufstieg?
Der Fußballklub SKU Ertl Glas Amstetten liegt aktuell auf dem fünften Platz der 2. Liga Österreichs. Mit nur vier Punkten Rückstand auf den Tabellenführer Admira Wacker, befindet man sich voll im Aufstiegsrennen.
Kein Lizenzantrag trotz phänomenaler Leistungen
Seit dem Aufstieg in der Saison 2017/18 vor acht Jahren spielt Amstetten heuer die beste Saison seiner Vereinsgeschichte. Mit 33 Toren stellt man die drittbeste Offensive der Liga. David Peham ist mit 13 Toren sogar Führender der Torschützenliste. Also eigentlich alles bereit für den Aufstieg in die Bundesliga in der nächsten Saison – oder? Leider nein! Infrastruktur und Wirtschaft sind in Amstetten zu schlecht für die höchste Spielklasse. Man verzichtet freiwillig auf einen Lizenzantrag für die Bundesliga.
Ein möglicher Aufstieg würde einen Umbruch bedeuten. Die Mindestanforderungen für Amstetten wären: ein größeres Stadion, mehr Parkplätze, leichtere Anbindung, technische Aufrüstung für den VAR (Video Assistant Referee) und eine wirtschaftliche Umstrukturierung.
Talente fördern statt Titel jagen
Aber warum holt man sich keinen großen Investor und Geldgeber? Das passt nicht zur Philosophie von SKU-Vorstand Harald Vetter. Man will ein kleiner Verein mit klarem Plan und regionalen Sponsoren bleiben. Für die Spieler bietet man sich als Sprungbrett an. Sie sollen sich bei Amstetten weiterentwickeln und dadurch den Schritt in die Bundesliga schaffen. Für diese Spieler ist Sportdirektor Thomas Gebauer zuständig.
Regional entwickelt man in einer Kooperation auch die Spieler aus Waidhofen. Gemeinsam mit dem AFW und der Akademie von Amstetten bildet man einige Jugendmannschaften, die sich darüber für die 1. Mannschaft empfehlen können. So bleibt der Aufstieg vorerst zweitrangig. Wichtiger ist in Amstetten der Weg dorthin.

