Veröffentlicht am 15. März 2026

Keine Stimmenthaltung mehr im Gemeinderat Ybbsitz

Beim Rückhaltebecken in der Prolling beim Groß-Moos gibt es im Moment keine Fortschritte.

Beim Rückhaltebecken in der Prolling beim Groß-Moos gibt es im Moment keine Fortschritte. zVg

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am 2. März, bei der ers­ten im heurigen Jahr, informierte Bürgermeister Gerhard Lueger über eine wesentliche Änderung der NÖ Gemeindeordnung 1973. Konkret betrifft dies §51 Abs. 2, der festlegt: „Der Vorsitzende hat zu erheben, wer für einen Antrag ist und wer gegen einen Antrag ist. Eine Stimmenthaltung ist nicht zulässig.“ Damit ist eine Stimmenthaltung nicht mehr möglich.

Diverse Punkte wurden laut Tagesordnung abgearbeitet

• Die E-Mobilladestation in der Alten-Post-Straße soll umgerüs­et werden, die EVN übernimmt die Nachrüstung der beiden 11-kW-Ladepunkte (die alten und die neuen sind im Eigentum der Gemeinde). Der Vertrag wird auf zehn Jahre bindend abgeschlossen,
80 % des Umsatzes verbleiben in der Gemeinde, was bei einem jährlichen Ertrag von rund 10.000 Euro eine solide Einnahmequelle darstellt.

• Zwei Auftragsvergaben wurden beschlossen. 1) Baumkataster und Baumkontrolle werden weiterhin durch die Fa. Holzmichl, Michael Heim aus Ybbsitz, durchgeführt (1.800 Euro brutto). 2) Für die Erstellung eines Sanierungskonzepts wurde die Fa. Hackl Bauplanung aus Ertl beauftragt. Dieses umfasst die Digitalisierung der Bestandspläne, Entwurfsplan, Sanierungskonzept samt Kostenschätzung und Präsentation im Bauausschuss sowie im Gemeinderat. Das Angebot beläuft sich auf netto 15.190 Euro und wird im Falle einer Projektumsetzung in die Gesamtabrechnung eingerechnet. Geschäftsführender Gemeinderat Leopold Hinterleitner, zuständig für den Bauausschuss, hofft, bis im Herbst ein tragfähiges Konzept samt Kostenschätzung vorliegen zu haben, um Finanzierung und die entsprechenden Förderungen zu beantragen. 

zVg

Berichte der Ausschussobmänner

Vizebürgermeister Georg Stockner (Infrastruktur) stellte seine zukünftigen Bauprojekte für 2026 vor. Dazu zählen die Zufahrtsstraße zu den Fuchsluger-Gründen sowie die Aufschließungsstraße zu den zwei Baugründen von Michael Welser. Zudem soll die Parksituation mit Bodenmarkierungen bei den beiden praktischen Ärzten so geregelt werden, dass die Durchfahrt für Lkw jederzeit gesichert bleibt.

Für die Neuerrichtung der Hinterholzbrücke wurde eine Beitragsgemeinschaft aus 22 Interessenten gebildet. Geschäftsführender Gemeinderat Thomas Seyrl, der die Finanzen über hat, berichtete über laufende Bemühungen um Förderungen, Subventionen und Einsparungen. Gleichzeitig appellierte er an seine Gemeinderatskollegen, bei Gemeindeveranstaltungen – etwa beim Auf- und Abbau oder Kassendienst – verstärkt mitzuhelfen. Positiv hob er hervor, dass sich im Budget eine günstige Entwicklung abzeichne. 

Leopold Hinterleitner, Vorsitzender des Bauausschusses, berichtete über den Baufortschritt beim Kindergarten, der „freundliche Maler“, Fa. Spreitzer und Fa. Allmer sind mit der Akustikdecke in Arbeit. Die Angebote für die Tischlerarbeiten liegen bereit für eine Angebotsvergabe. Geschäftsführender Gemeinderat Herbert Fahrnberger berichtete über den deutlichen Baufort­schritt im Jänner und Februar beim SASO. Hangseitig wurde ein Steinwurf verlegt, der Ausbau entlang der Bundesstraße erfolgt in den kommenden Wochen, die neue Brücke zur Liegenschaft Hönickl wird demnächst in Angriff genommen. 

Keinen Fortschritt gibt’s derzeit beim Rückhaltebecken in der Prolling beim Groß-Moos. Grund dafür ist eine Baukostenüberschreitung sowie eine neue Finanzierung durch Bund und Land – die Gemeinde wird sich nur mit einem geringen Beitrag beteiligen. Die Dammschüttung ist für 2027 geplant. Für das Frühjahr ist ein Ortsspaziergang für Neubürger ge­plant. Ziel ist es, den jährlich 20 bis 30 Zugezogenen nicht nur die Geschichte des Ortes näherzubringen, sondern auch die vielfältigen Angebote von Vereinen und Wirtschaftsbetrieben zu präsentieren.

Personal dringendst gesucht

Abschließend betonte Bürgermeister Gerhard Lueger den akuten Personalbedarf im Gemeindedienst. Gesucht werden unter anderem Reinigungskräfte, Schulwarte, Bauhofmitarbeiter bis hin zu Essenszustellern. „Das hat für uns oberste Priorität“, so der Bürgermeister.

Veröffentlicht am 15. März 2026

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