Veröffentlicht am 15. Januar 2026

Krammer: „Aus Sorgen Chancen machen“

Am 9. Jänner beging die Stadt Waidhofen den Start ins neue Jahr mit zahlreichen Gästen. Fokus: Was die Stadt am Land ausmacht, ist ein starkes Miteinander

V. l.: Bgm. Werner Krammer, Peter Wildauer (Austro Immo GmbH), Vizebgm. Mario Wührer, Claudia Brey und Benedikt Winkelmayer (ÖBB Immobilienmanagement GmbH), Birgit und Harald Schachinger (Schachinger räume + objekte), Elmar Leitl und Georg Berger (Raiffeisenbank Ybbstal), StR Martin Dowalil, Vizebgm. Armin Bahr und Moderator Tom Bläumauer © Stadt Waidhofen a/d Ybbs 

Der Einladung zum Neujahrs­empfang der Stadt Waidhofen waren am Freitagabend, 9. Jänner, zahlreiche Gäste aus der Bevölkerung, den Vereinen, Einsatzorganisationen, der Wirtschaft, Bildung, Kultur und dem öffentlichen Leben in Plenkersaal gefolgt.

Bürgermeister Werner Krammer (WVP) brachte es in seiner Neujahrsansprache auf den Punkt: „Wir wollen aus Sorgen Chancen machen. Tag für Tag hören wir von Krisen, und fast laufend kommen neue hinzu. Und die Sorgen werden dadurch nicht weniger. Global genauso wie lokal. In der Welt, im Ybbstal, in unserer Stadt. Aber: Sorgen dürfen nicht lähmen. Wir müssen sie als Chance begreifen. Krisen dürfen nicht blockieren. Wir müssen sie mit konkreten Taten meistern. Und genau das ist die Stärke unserer Stadt. Schon in der Vergangenheit haben wir es immer wieder bewiesen, dass wir am stärksten sind, wenn die Zeiten herausfordernd sind.“ 

Nationalratspräsident a. D. Wolfgang Sobotka (Mitte) unterhielt sich mit Vertretern der Feuerwehren gut. © Leo L.

Bildung, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung 

Der Abend setzte auf Begegnung statt Distanz. In einer ersten Gesprächsrunde mit der Stadtregierung – Vizebürgermeister Armin Bahr (SPÖ), Vizebürgermeis­ter Mario Wührer (WVP) und Stadtrat Martin Dowalil (FUFU) – wurden Themen hervorgehoben, die 2026 besonders im Fokus stehen: Bildung und Kinderbetreuung, Sicherheit sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung. Im Bildungsbereich sind 2026 Inves­titionen von 3,4 Millionen Euro vorgesehen, die in den Neubau der Volksschule Konradsheim, die Errichtung des „Bildungscampus“ in Windhag für Volksschule und Kindergarten in ein Gebäude sowie in St. Georgen in den Neubau eines Turnsaals inklusive Adaptierungen beim Kindergarten- und Schulgebäude investiert werden, beschrieb Bahr. Beim Blick auf nachhaltiges Bauen und Weiterentwicklung steht die Ausrichtung auf Qualität, Effizienz und Langlebigkeit im Vordergrund, dazu äußerte sich Dowalil. In seinem Statement rückte Wührer das Thema Sicherheit in den Fokus: 2026 wird die Eröffnung der Feuerwehr Wirts sowie der Start der Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Kreilhof erfolgen. 

Tom Bläumauer besprach mit Peter Wildauer, Claudia Brey und Benedikt Winkelmayer (an den Stehtischen v. l.) die geplante Gestaltung des Bahnhofareals (Rendering dahinter im Bild). Musiker der Waidhofner Stadtmusikkapelle (l.) sorgten für den stimmungsvollen Rahmen. © Leo L.

Stadtentwicklung und Wirtschaft: starke Partnerschaft

In zwei weiteren Interview­runden standen Partner der Stadt und Unternehmen im Zentrum. Thematisiert wurden Projekte, die Waidhofen als „progressive Provinz“ sowie die Stärken von Stadt und Land noch weiter verbinden. 

Ein Schwerpunkt lag auf der Stadtentwicklung: Für 2026 wurde der Startschuss für zwei neue Betriebsareale genannt. Spannend zeigten sich das Entwicklungsprojekt der ÖBB beim Hauptbahnhof sowie die Erweiterung des Betriebsgebiets Gstadt gegenüber von Bene. In der Runde waren dazu Claudia Brey und Benedikt Winkelmayer von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie Peter Wildauer von der Austro Immo GmbH eingebunden.

Karin und Josef Schönegger genossen den Neujahrsempfang mit Gästen. © Leo L.

Wirtschaftlich stabil und zukunftsfit

Weiters kamen regionale Akteure zu Wort, darunter die Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Ybbstal Elmar Leitl und Georg Berger sowie die Unternehmer Birgit und Harald Schachinger. Themen waren die Rolle eines starken Zentrums, regionale Inves­titionen und die Frage, wie Waidhofen wirtschaftlich stabil und zugleich zukunftsfit bleibt. Banker Georg Berger betonte: „Die Investitionsfreude ist stark zurückgegangen.“ Direktorenkollege Elmar Leitl erläuterte die Investitionsstrategie der Bank: „Unsere Intention ist es, durch Investitionen in Immobilien leistbaren Wohnraum für Bürger und Mitglieder zu schaffen.“

Politische Proponenten (v. l.): Bgm. Johann Lueger (Opponitz), LAbg. Mario Wührer, Bgm. Kerstin Suchan-Mayr (St. Valentin), Magistratsdirektor Christian Schneider, Bgm. Werner Krammer und Vizebgm. Armin Bahr © Leo L.

Beteiligung 2026: Formate zum Mitmachen 

Beim Neujahrsempfang wurden nicht nur Vorhaben vorgestellt, sondern auch konkrete Beteiligungsmöglichkeiten sichtbar gemacht. So wird es ein „Waidhofner Standortgespräch spezial“ mit Keynote-Speaker Chris Müller am 26. Februar geben. Weiters „Stadt und Dorf-Gespräche“ mit mehreren Terminen in den Ortsteilen sowie ein Projektbüro im Fuzo14 und einen Standort-Newsletter. 

„In den vergangenen Jahren haben wir als Stadt einen intensiven Weg zurückgelegt. Wir haben analysiert, diskutiert, zugehört. Wir haben uns ein klares Zielbild mit dem Leitbild Waidhofen 2035+ gegeben. Jetzt geht es darum, diese Zukunft zu machen. Und zwar miteinander. Ich bin überzeugt: 2026 wir ein gutes Jahr für unsere Stadt“, so Bürgermeister Krammer abschließend. Moderiert wurde der Abend von Tom Bläumauer. Das Ensemble Saxkalation, bestehend aus Musikerinnen und Musikern der Waidhofner Stadtmusikkapelle, sorgte mit mehreren Beiträgen für den stimmungsvollen Rahmen. 

Erstmals dabei: Arnold Bader, der als Bereichsleiter und Stellvertreter des Magistratsdirektors dem Ende März ausscheidenden Juristen Franz Hörlesberger (r.) in diesen Funktionen nachfolgt und mit 7. Jänner seinen Dienst antrat. ©Leo L.

Veröffentlicht am 15. Januar 2026

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