Die Gerüchte um einen McDonald‘s in Waidhofen halten an wahrscheinlichster Standort ist das Molkerei Areal beim Fernwärmeheizwerk

Das Areal würde von der Größe den Anforderungen des Fast-Food-Konzerns mit ausreichend Parkflächen entsprechen. Bereits laufende Abstimmungsgespräche und Behördenverfahren verdichten die Wahrscheinlichkeit, eine tatsächliche Entscheidung gab es zu Redaktionsschluss aber noch nicht. Die kann es frühestens nach positiv verlaufendem Behördenverfahren geben.
„Der Ybbstaler“ fragte bei Bürgermeister Werner Krammer die Haltung der Stadt gegenüber eines McDonald‘s nach: „Waidhofen ist ein starker Wirtschaftsstandort und lebt von einem attraktiven, vielfältigen Angebot im Zentrum. Eine geplante Ansiedelung eines McDonald‘s in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums kann ein zusätzlicher Frequenzbringer sein und damit auch für andere Betriebe in der Umgebung Impulse bringen. Für Waidhofen zählt dabei der Gesamtblick: Arbeitsplätze, Wertschöpfung vor Ort und ein Angebot, das unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Eine internationale Marke kann zusätzliche Kundinnen und Kunden anziehen, auch von außerhalb, und damit Kaufkraft in der Stadt halten. Davon profitieren im Idealfall nicht nur der neue Betrieb, sondern auch Handel, Dienstleistung und Gastronomie im Umfeld. Gleichzeitig ist klar: Eine Standortentscheidung muss nach transparenten Kriterien erfolgen. Dazu gehören Verkehrssicherheit, die geordnete Abwicklung von Zu- und Abfahrten, die Auswirkungen auf Anrainerinnen und Anrainer sowie eine städtebaulich passende Umsetzung. Wenn diese Punkte sauber gelöst sind, kann eine solche Ansiedelung ein Beitrag sein, um Waidhofen als lebendige Stadt weiterzuentwickeln. Die dafür notwendigen Behördenverfahren laufen derzeit.“
Unterschriftenaktion und heftige Diskussionen
In der Bevölkerung schlägt das McDonald‘s-Projekt bereits hohe Wellen. Sogar eine Unterschriftenaktion gegen die Errichtung wurde auf mein.aufstehn.at gestartet. 350 Unterschriften konnten bis Dienstag (kurz vor Redaktionsschluss) gezählt werden. Die Beweggründe für die Petition waren für Initiator Sebastian Eder sowohl gesundheitliche Aspekte, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in einer Gesunden Gemeinde, als auch Müllberge, die durch den Fast-Food-Konzern entstehen, und die Stärkung der lokalen Gastronomie. Nicht alle halten diese Gegenwehr für angebracht. „Ein klares ,Nein‘ zu dieser Petition. Waidhofen braucht das dringend, um nicht zu einer Geisterstadt zu werden“, begründet ein Mitglied der Gruppe Waidhofen Inside seine Haltung auf Facebook. Heftige Diskussionen zog auf Facebook auch der Post von Franz Stressler nach sich, der darin mögliche Vorteile gegen Nachteile abwiegt. Sein Fazit: „McDonald’s löst kein Problem in Waidhofen. Er schafft aber auch kein Drama, wenn er richtig platziert ist. Gefährlich wird es nur, wenn man glaubt, das sei ein Impuls für die Innenstadt.“ Wie sehr das Projekt polarisiert, ist an den Kommentaren abzulesen. Da treffen „Ein McDonald wäre in unserer Stadt ein großer sozialer Treffpunkt für Jung und Alt“ und „Bitte nicht! Dann liegt noch mehr Mist in der Stadt herum!“ oder „Wir haben schon mehr als genug Döner und Pizza. Einen Maci braucht kein Mensch“ aufeinander.

