Kommentar von Herausgeber Leo Lugmayr über regionale Feuerwehrfeste
Die Feuerwehren kennen kein Sommerloch. Und damit meine ich nicht einmal die Waldbrände, von denen wir heuer in der Region – zum Glück – bisher verschont geblieben sind. Auch ein verregneter Sommer hat offenbar sein Gutes. Worüber wir aber dennoch im „Ybbstaler“ laufend berichten müssen, sind die Ausrückungen der Feuerwehren zu Unfällen auf Straßen, in Betrieben und in der Landwirtschaft, die sich im Sommer regelmäßig häufen. Aber der Sommer hat bei den Feuerwehren auch sein Gutes: So laden die Florianis zu den verschiedenen Zelt- und Zeughausfesten oder Frühschoppen ein, die wir gerne besuchen. Bratwürstel, Grillhendl, Koteletts, das eine und andere Bier und immer dazu gute Musik und Unterhaltung wie am vergangenen Wochenende etwa in Allhartsberg und in Ybbsitz. Die Grillhendl der Ybbsitzer Feuerwehr sind übrigens legendär, und lang war die Schlange der Wartenden am Sonntag, die sich das Geflügel mit nach Hause zum Mittagessen genommen haben.
Die Woche zuvor waren es die Wehren Opponitz und Kematen, die einluden, davor war es die Feuerwehr Hollenstein, die um den 20. Juli ihr 155-jähriges Bestehen feierte. Am 6. Juli beging die FF Doppel ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Fest. Im Juni hatte die FF Gaflenz zum Frühschoppen, im Mai hatten die FF Biberbach und die FF Windhag zu Feuerwehrfesten geladen. Auch die FF Hiesbach beging kürzlich ihren Hunderter. Mit den Betriebsfeuerwehren Bene, Polymer, Mondi und voestalpine Precision Strip schützen Feuerwehrleute ihre Großbetriebe. Die Stadt Waidhofen ist mit den Wehren von St. Georgen/Klaus bis Windhag und St. Leonhard auch am Land gut aufgestellt. Die Feuerwehren Wirts, Waidhofen und Zell planen und bauen aktuell mit viel Engagement und Eigenleistung an neuen Feuerwehrhäusern.
Am 15. August wird die FF St. Leonhard/Walde ihre ersten 100 Jahre feiern, am 23./24. August begeht die FF St. Georgen/Reith ihr 125-jähriges Bestandsjubiläum. Am selben Wochenende lädt die FF Rosenau zum Zeughausfest. Am 30. August gibt es beim Frühschoppen der FF Weyer die Möglichkeit der Feuerlöscher-Überprüfung. Als kulinarischer Höhepunkt lockt Kalbsbeuschel mit Semmelknödel! Was man dabei als Genießer von Musik, Unterhaltung und Grillhendl gerne übersieht, ist die viele Arbeit, die von den Damen und Herren der Feuerwehren und ihren Partnerinnen und Partnern an den Grillständen und mit Servierschürze geleistet wird; die Arbeit der Vorbereitung, der Durchführung und die Arbeit des Aufräumens nach den Festen. Warum machen sie das? Noch dazu ehrenamtlich? Natürlich, um Einnahmen für die Feuerwehr zu lukrieren. Das Geld fließt dann in Ausrüstung und Material. Ausrüstung und Material, das wiederum verwendet wird, um „zu retten, zu löschen, zu bergen und zu schützen“, wie es im Motto der Feuerwehren verankert ist. 7.509 Mitglieder unserer 89 Feuerwehren im Bezirk zeigen Tag für Tag außergewöhnliches Engagement, auch wenn nicht gerade ein Einsatz ist. Dafür möchte ich an dieser Stelle heute einmal ganz einfach „Danke“ sagen.

