Ein 34-jähriger Mann versuchte am 9. Jänner seine Frau durch Verbrennen zu töten. Er befindet sich inzwischen in St. Pölten in Haft

Ein schweres Verbrechen ganz widerlicher Art fand am 9. Jänner im Ortsgebiet von Opponitz statt. Ein 34-jähriger syrischer Staatsbürger, der im Bezirk Amstetten mit seiner Frau wohnhaft gemeldet ist, hat offenbar mehrmals versucht, seine ihm nach islamischem Recht angetraute 31-jährige Ehefrau zu töten. Zuerst attackierte er sie in der gemeinsamen Wohnung und zwang sie in der Folge mit Gewalt in sein Auto und fuhr mit ihr ins obere Ybbstal, wo er in einsamer Lage im Gemeindegebiet Opponitz Halt machte, seine Frau aus dem Auto zerrte und sie mit Brandbeschleuniger übergoss, den er schließlich anzündete.
Die in Flammen stehende Frau konnte sich durch Abwerfen ihres Mantels vorerst befreien, worauf sie der Gatte erneut mit Brandbeschleuniger überschüttete und wieder anzündete. Durch Abwerfen weiterer brennender Kleidungsstücke konnte sich die Frau erneut aus der Todesgefahr retten. In weiterer Folge attackierte sie der Mann erneut, schlug sie, trat sie, drohte ihr mit dem Umbringen und würgte sie, bevor er sie wieder ins Auto zwang und in die gemeinsame Wohnung brachte, um sie dort einzusperren.
Am Abend des 10. Jänners gelang es der Frau schließlich, Kontakt mit ihrer in Syrien lebenden Schwester aufzunehmen, die über Bekannte in Österreich sofort die Polizei alarmierte. Am 10. Jänner gegen 19.15 Uhr wurde der Mann schließlich von der Polizei festgenommen und in die Justizanstalt St. Pölten überstellt. Ein Betretungs- und Annäherungsverbot wurde ausgesprochen. Das teilte die Pressestelle der Landespolizeidirektion NÖ mit. Als Auslöser der Tat wird Eifersucht angenommen.

