Das Waidofner Notarztteam wird mit dem Einsatzfahrzeug zum Christophorus-Stützpunkt verlegt und steht dort 24/7 zur Verfügung.

In einem Pressegespräch der Landesräte Eva Prischl, Ludwig Schleritzko und Martin Antauer wurde bekannt gegeben, welche Stützpunkte mit Notarzteinsatzfahrzeugen erhalten bleiben: Das sind Amstetten, Baden, Gänserndorf, Gmünd, Hollabrunn, Horn, Korneuburg, Krems, Lilienfeld, Melk, Mistelbach, Mödling, Neulengbach (Bezirk St. Pölten), Neunkirchen, Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha), St. Pölten, Scheibbs, Tulln, Waidhofen an der Thaya, Wiener Neustadt und Zwettl. Weiters wird an den drei Hubschrauber-Stützpunkten in Ybbsitz (Bezirk Amstetten), Wiener Neustadt und Gneixendorf in Krems ein Fahrzeug stationiert, mit dem die Mannschaft ausrücken kann, wenn der Helikopter beispielsweise wetterbedingt nicht fliegen kann.
Umsetzung bis 1. April 2027
Die im Gesundheitsplan 2040+ festgelegten Empfehlungen für eine schnelle und vollkommene Rettungskette der Zukunft wurden mit den Rettungsorganisationen besprochen und sollen bis 1. April 2027 in Umsetzung sein. Diese sind ein wohnortnahes First-Responder-System für lebensrettende Sofortmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Notfällen in den Gemeinden, die Standorterweiterung der Acute Community Nurses zur Schnittstellenbetreuung zwischen Primärversorgung und Notfallmedizin, der Ausbau auf insgesamt 86 Rettungswagenstützpunkte (RTW-C) mit hochqualifizierten Notfallsanitätern, die Ausweitung der Flugrettung an den Hubschrauberstützpunkten im Land durch 24/7 Betrieb, Nacht- und Schlechtwettertauglichkeit sowie die Erweiterung des Intensiv-Transport-Hubschraubers und die Erweiterung der telemedizinischen Unterstützung nicht-ärztlich besetzter Einsatzmittel durch Telenotfallmediziner.
Um die finanzielle Absicherung des Rettungs- und Notfallwesens zu garantieren, ohne die Gemeinden dabei übermäßig zu belasten, übernimmt das Land Niederösterreich die gesamte Finanzierung in Höhe von 70 Millionen Euro von 2022 bis 2025, wovon 50 Millionen Euro als Gemeindeunterstützungspaket für unsere Gemeinden vorgesehen sind.
Auf Nachfrage bei „Herzalarm“-Initiator Alfred Lichtenschopf bestätigt dieser: „Ich habe aus verlässlicher Quelle gehört, dass das Notarztteam mit Einsatzfahrzeug zum Christophorus-Stützpunkt nach Ybbsitz verlegt werden soll. Man muss nun abwarten, ob das bestätigt wird. Von der Anfahrt würde es dann keine allzu große Rolle spielen, ob von Ybbsitz oder Waidhofen ausgehend. Ein Verbleib des Notarztes beim Landesklinikum in Waidhofen wäre uns natürlich lieber.“ Der ehemalige Primararzt darüber hinaus: „ Und bis 1. April 2027 ist auch noch etwas Zeit, um weitere Maßnahmen zu setzen.“

