Veröffentlicht am 22. März 2026

Knalleffekt bei Gemeinderatswahl-Wiederholung in Kematen

SPÖ verliert nach Wahlanfechtung Mandat an ÖVP

Mit einem Zugewinn von 12 auf 13 Gemeinderatssitzen geht Bürgermeisterin Juliane Günther gestärkt aus der Wahl heraus. SPÖ-Vorsitzender Matthias Fischböck gibt sich bei Verlust eines Mandats von 9 auf 8 Sitzen enttäuscht.

Wahl musste wiederholt werden

Am Sonntag, 22. März, wurde der Gemeinderat in Kematen/Ybbs neu gewählt. Nachdem einer Wahlanfechtung durch die SPÖ nach einem Instanzenweg vom Verfassungsgerichtshof im Dezember des Vorjahres schließlich stattgegeben wurde, musste die Wahl wiederholt werden.

Bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2025 musste die Kematner ÖVP zwei ihrer bis dahin 14 Mandate an die SPÖ abgeben. Die SPÖ, die diese Sitze dazugewann, fochte die Wahl an und steht nun mit einem Verlust eines Mandats schlecht da.

4,3% der Stimmen wanderten von der SPÖ (39,85%) zur ÖVP (60,15%). Die Wahlbeteiligung war bei 70,7% bei beiden Wahlen praktisch gleich.

Große Enttäuschung bei SPÖ

SPÖ-Vorsitzender Matthias Fischböck gibt sich enttäuscht: „Das tut sehr weh, wir haben nicht damit gerechnet. In der kommenden Woche werden wir eine Fraktionssitzung einberufen und entscheiden, wer ausscheidet und wer weitermacht.“ Als Trostpflaster nimmt er, dass er nach Juliana Günther mit 317 Nennungen die zweitmeisten Vorzugsstimmen erreicht.

ÖVP sieht sich für „Gute Arbeit“ belohnt

Den Zugewinn führt Bürgermeisterin Juliana Günther auf die Anerkennung der ÖVP-Arbeit zurück. „Wir haben gute Arbeit geleistet, die Leute sehen auch, was wir zusätzlich alles machen, wir sind ein tolles Team, das fleißig und tatkräftig arbeitet.“, so Günther. Wer den dazugekommenen Gemeinderatssitz einnehmen wird, entscheidet die ÖVP kommende Woche.

Veröffentlicht am 22. März 2026

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