Veröffentlicht am 24. Februar 2025

Platz acht bei Priester-Fußball-EM in Ungarn

Ybbstaler Pfarrer zufrieden

Das österreichische Team zeigt sich über die Platzierung zufrieden. © Zarl

Der Pfarrer von Opponitz, Hollenstein und St. Georgen/Reith Hans Wurzer spielte wieder als Tormann bei der Fußball-EM in Ungarn. Der sympathische 62-jährige Priester aus dem Ybbstal zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Ergebnis.

Die österreichische Priesternationalmannschaft rund um Präsident Michael Semmelmeyer (Kaplan in Perchtoldsdorf) erspielte bei der Fußballeuropameis­terschaft der Priester in Kisvárda (Ungarn) Platz acht. Der Sieg ging an Polen, das im Finale die Slowakei besiegte. Kroatien holte Platz drei vor den Gastgebern aus Ungarn. Im kommenden Jahr 2026 wird Polen das Turnier in Lublin austragen.

Michael Semmelmeyer, Präsident der österreichischen Mannschaft, berichtete von einer „tollen Atmosphäre – mit einer gemeinsamen Religion, aber verschiedenen Kulturen“. Die über 200 aus 14 Nationen angereisten Pries­ter hatten abseits des Fußballs (genau genommen Futsal-Hallenturnier ohne Bande) die Gelegenheit, einander bei Gottesdiensten, etwa mit Erzbischof Fülöp Kocsis, Metropolit der Ungarischen Griechisch-Katholischen Kirche und Gastgeber der Veranstaltung, sowie dem Nuntius in Ungarn, Erzbischof Michael Wallace Banach, kennenzulernen. Bereichernd fanden viele die Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in der Region sowie die Abendveranstaltungen. Semmelmeyer präsentierte dabei auch die neue Hymne der Priesterelf, die er mithilfe von KI schuf.

„Hier in Kisvárda war die ganze Stadt unterstützend dabei, zahlreiche Schüler kamen zu den Matches und alle freuten sich wirklich, dass diese Veranstaltung bei ihnen stattfindet. Generell ist das eine Möglichkeit für eine außerordentliche Berichterstattung über die Kirche, für viele ist es aufrüttelnd, weil es einfach anders ist, als sie sich Kirche, Glaube und Priester vorstellen“, so Semmelmeyer. Der Perchtoldsdorfer Kaplan weiter: „Für uns Priester entstehen durch das Turnier Möglichkeiten, über die eigenen Pfarrgrenzen hinauszuschauen. Wir schauen oft nur auf das in unserer Pfarre, haben den Rest vor lauter Arbeit oft nicht im Blick. Durch das österreichweite Team blickt man in Österreich über den Tellerrand und hat die Möglichkeit, neue Priesterfreunde zu finden.“ Bei solchen Turnieren finde man rasch Freunde aus anderen Ländern, tausche sich darüber aus, wie es bei ihnen vor Ort ist, was es für die Priester in Osteuropa heiße, wenn ihre Familien in ganz Europa verstreut sind und hier in Ungarn auch wie es sei, wenn verheiratete Priester mitspielen. Neben römisch-katholischen Pries­tern spielten auch griechisch-katholische Priester beim Turnier mit.

Positive Erfahrungen waren für Semmelmeyer die langen, sehr persönlichen Gespräche auf Augenhöhe am Abend mit den Priestern aus den anderen Ländern. Der Perchtoldsdorfer Kaplan zieht abschließend folgende sportliche Bilanz: „Die sportlichen Leistungen waren stark, trotz der Niederlagen. Im Vergleich zum letzten Jahr waren wir um vieles besser.“

Wolfgang Zarl, Mediensprecher des Teams, erinnert: „Für Österreich spielten Priester aus fast allen Bundesländern, hier wirkende Geistliche aus mehreren Nationen, mit einem Altersunterschied – jung bis alt – von rund 35 Jahren sowie Diözesan- und Weltpries­ter.“ Zarl freut sich, dass es heuer ein ungewöhnlich großes Interesse an der österreichischen Priesterelf gegeben hat. Diese plant bereits Spiele für 2025, aber im Freien – und für gute Zwecke. Am 14. Februar reisten die Teams wieder ab – nach Kosovo, Serbien, Portugal, Italien, Österreich …

Veröffentlicht am 24. Februar 2025

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