Seit Jänner 2026 ist die Raiffeisenbank Ybbstal Eigentümerin der Gebäude beim Kreisverkehr in Kematen und plant regionale Gesundheitsversorgung.

Die beiden Häuser an der B121 neben dem Autohaus Ortner wechselten nach dem Konkurs des ehemaligen Autohändlers Horst Litzellachner im Jahr 2010 mehrmals den Eigentümer. Zuletzt im Besitz der Grazer Firma Leion beta GmbH erwarb nun die Raiffeisenbank Ybbstal die beiden Gebäude. Und visiert damit Großes für die Region an, wie Geschäftsleiter Georg Berger gegenüber dem „Ybbstaler“ bestätigte: „Die Raiffeisenbank Ybbstal prüft derzeit mehrere Varianten der Entwicklung der Liegenschaft – unter anderem auch eine mögliche Nahversorgung im Gesundheitsbereich.
Da uns bewusst ist, dass die ärztliche Versorgung für jede Gemeinde ein wichtiger Aspekt ist, würde uns ein Gesundheitszentrum sehr gefallen. Wenn wir also als Raiffeisenbank Ybbstal dazu beitragen können, beispielsweise durch die Errichtung eines Gesundheitszentrums, dann wollen wir das auch tun. Ob das möglich ist, wird aktuell geklärt.“ Geprüft wird auch, ob eine Sanierung der alten Bausubstanz möglich oder ein Neubau erforderlich ist. Grundsätzlich zeigt sich die Raiffeisenbank bemüht um den Erhalt der bestehenden Bausubstanz, vorausgesetzt dass eine vernünftige Nutzung möglich ist. Wann will man mit der Umsetzung loslegen? „Die Umsetzung hängt in erster Linie von den Ergebnissen der Evaluierung bzw. Prüfung der Möglichkeiten ab. Wir legen aber größte Energie hinein“, versichert Georg Berger abschließend. Sollte sich ein Gesundheitszentrum nicht bewerkstelligen lassen, kann sich die Raiffeisenbank Ybbstal auch eine klassische Nutzung der Liegenschaft mit Wohnungen und Geschäftslokalen vorstellen.
Neuer Nachbar für Autohaus
Nicht betroffen von den Bestrebungen der Bank ist das Autohaus Ortner, das der gebürtige Konradsheimer Landmaschinen-Händler Franz Ortner mit seinem Sohn 2010 aus der Konkursmasse des Autohauses Litzellachner herausgekauft und 2011 neu eröffnet hat. „Auf uns hat der Besitzerwechsel keine Auswirkung, wir bekommen einfach einen neuen Nachbarn“, so die Firmenleitung.

