Große Freude im ausverkauften Plenkersaal: Die Stadtmusikkapelle begeisterte mit abwechslungsreichem Programm auf hohem Niveau!´

Einmal mehr bewies die Stadtmusikkapelle Waidhofen am Samstagabend unter der Leitung von Kapellmeister Manfred Hirtenlehner, dass Blasmusik weit mehr ist als Marsch und Polka. Beim diesjährigen Herbstkonzert in dem bis auf dem letzten Platz gefüllten Plenkersaal präsentierte die Kapelle ein ebenso anspruchsvolles wie abwechslungsreiches Programm, das von sinfonischer Klangpracht bis hin zu modernen, humorvollen Elementen reichte.
Der feierliche Auftakt mit der von Manfred Hirtenlehner für Waidhofen komponierten „Fanfare Waidhofen“ setzte sofort ein kraftvolles musikalisches Zeichen. Glänzende Blechbläser und ein präzises Zusammenspiel gaben dem Stück jene festliche Würde, die es verlangt. Mit „The Stone Guardians“ folgte ein eindrucksvolles Klanggemälde – majestätisch, rhythmisch komplex und zugleich voller erzählerischer Spannung. Spürbar war, wie konzentriert und mitreißend die Musikerinnen und Musiker die musikalischen Bilder formten. Auch „The Ghost Ship“ überzeugte durch atmosphärische Tiefe und fein abgestimmte Dynamik, während „Theotrichus“ mit seinen mittelalterlich anmutenden Motiven das erste Konzertdrittel effektvoll abrundete.


Beschwingt durch den Abend
Nach der Pause zeigte sich die Kapelle von ihrer beschwingten Seite. Mit dem klassischen Marsch „The Klaxon“ gelang ein temperamentvoller Wiedereinstieg, bevor mit „Herzbluat“ emotionale Intensität und klangliche Wärme das Publikum berührten. Das Billy-Joel-Medley brachte Pop-Flair in den Saal – rhythmisch präzise, mitreißend und voller Spielfreude. Besonders hervorzuheben war dabei der reiche Instrumentenklang: Zahlreiche neu eingeführte Instrumente erweiterten das Klangspektrum und verliehen den Arrangements neue Farben. Mit dem stimmungsvollen „z’Nachts“ und dem humorvollen Finale mit „Stodtkapön trifft …“ und „Stadtmusikanten“ endete ein Konzert, das durch Vielseitigkeit, Präzision und Begeisterung bestach.
Nachwuchsarbeit trägt reiche Früchte
Besonders fiel auf, wie jung die Kapelle in ihrem 180. Bestehensjahr erscheint, wobei viele tragende Positionen mit jungen Musikerinnen und Musikern besetzt werden konnten; eine Nachwuchsarbeit, die schon reiche Früchte trägt. Bereits das legendäre Allhartsberger Konzert im Sommer stand im Zeichen des 180-Jahr-Jubiläums, nach der Konzertwertung Anfang Dezember werden die Musikerinnen und Musiker in den beiden Wochen vor Weihnachten noch zum Weihnachtblasen durch die Stadt ziehen, um für den Umbau des Musikheims zu sammeln. Charmant und informativ führte Matthias Kohlbauer durch den Abend und trug mit seiner humorvollen Moderation zu einer lockeren, zugleich festlichen Atmosphäre bei. Das Publikum ließ die Musikerinnen und Musiker ohne Zugabe nicht gehen, wusste man wohl auch, dass die Kapelle mit Hirtenlehners Komposition „Stadtmusikanten“ ein ganz besonderes Stück noch vorrätig
hatte.

Ehrungen und Auszeichnungen durften an diesem Abend nicht fehlen.
© www.missannafotografie.at

Die Nachwuchsarbeit der Stadtmusikkapelle trägt bereits reiche Früchte.
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Das Publikum dankte mit langanhaltendem Applaus – ein Beweis, dass die Stadtmusikkapelle unter Manfred Hirtenlehners Leitung derzeit auf einem außergewöhnlich hohen musikalischen Niveau musiziert. Wie hoch sich die Kapelle und Hirtenlehner selbst die Latte legen, beweist der Umstand, dass die Stadtmusikapelle niederösterreichweit als einzige Musikkapelle bei der kommenden Konzertwertung des Blasmusikverbandes in der höchsten Stufe „E“ antreten wird. Ein Konzert, das in Erinnerung bleibt.

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