Veröffentlicht am 13. Januar 2026

Stellenabbau bei ZKW in Wieselburg

„Kostensenkungsprogramm“ betrifft 570 Arbeitsplätze am Standort Wieselburg und 2.300 Stellen konzernweit

ZKW Wieselburg (zvg)

Die europäische Automobilzulieferindustrie befindet sich weiterhin in einer herausfordernden Lage. Dies hat auch Auswirkungen auf die ZKW Group, Lichtsysteme-Spezialist aus Wieselburg. Hoher Kostendruck, geringere Erträge und schwächere Umsatzaussichten machen gezielte Kostensenkungsmaßnahmen erforderlich. Um die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens zu sichern, sieht sich ZKW gezwungen, die Material- und Personalkosten deutlich zu senken. Deshalb werden im Laufe der nächsten zwei Jahre rund 25 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit abgebaut. „Die Krise der Automobilindustrie ist einer der stärksten Treiber für die aktuelle Situation. Wir müssen jetzt auf den Rückgang bei Umsatz und Aufträgen sowie auf die schwächeren Umsatzprognosen reagieren, um die Zukunft unseres Unternehmens langfristig abzusichern“, erklärt Wonyong Hwang, CEO der ZKW Group.

Kostensenkungsmaßnahmen sind an allen Standorten erforderlich und werden schrittweise umgesetzt. Dazu gehören ein umfassendes Kostensenkungsprogramm sowie Effizienzsteigerungen. Weltweit werden rund 25 Prozent der Stellen abgebaut, was insgesamt etwa 2.300 Stellen bis Ende 2027 entspricht.

Österreich bleibt wichtiger Standort in gestraffter Form

Österreichweit werden rund 600 Stellen bis Ende 2027 abgebaut. „Auch an unseren österreichischen Standorten werden Einsparungen auf allen Ebenen nötig sein. Dennoch bilden das Wissen und die Kernkompetenzen aus Österreich die Grundlage für den zukünftigen Erfolg von ZKW. Darum müssen wir auch das Know-how und die Kernkompetenzen unserer erfahrenen Mitarbeiter:innen gezielt sichern und weiterentwickeln“, so Hwang.

Freiwilliger Sozialplan

Für die betroffenen Mitarbeiter:innen wird ein freiwilliger Sozialplan angeboten. Die Verhandlungen zum Sozialplan sind bereits erfolgreich abgeschlossen. Hermann Seitz, Standortleiter der ZKW Lichtsysteme GmbH in Wieselburg, betont: „Als verantwortungsvoller und einer der größten Arbeitgeber der Region war die Anpassung des Personals an die Marktsituation eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um den Fortbestand des Standorts zu sichern.“

Wettbewerbsfähigkeit stärken

Im Zuge des Effizienzprogramms werden alle geplanten Ausgaben überprüft, um die erforderlichen Budgetkürzungen in den nächsten zwei Jahren zu erreichen. „Auch unsere Kunden sehen sich mit rückläufiger Nachfrage, verschobenen Projekten und einer strikten Fokussierung auf die Kosten konfrontiert. Deshalb führt am Kostensenkungsprogramm kein Weg vorbei“, so CEO Wonyong Hwang.
Das Management von ZKW hat die Belegschaft an den jeweiligen Standorten über die Lage, den Aktionsplan für die kommenden Monate und weitere aktuelle Entwicklungen am Standort informiert.
„Wir haben ein zukunftsorientiertes Maßnahmenpaket geschnürt. Dieses wird dazu beitragen, das Unternehmensergebnis zu verbessern und die Innovationskraft von ZKW zu erhalten“, ergänzt Hwang. „Wir bedauern die mit den Kosteneinsparungen verbundenen Konsequenzen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bedanken uns für ihren persönlichen Einsatz.“

Über ZKW

Seit 2018 ist ZKW (vormals Zizala) als Tochtergesellschaft von LG Electronics Vehicle Solutions Teil der LG Gruppe. Der Konzern entwickelt und produziert komplexe Premium-Beleuchtungssysteme und Elektronikmodule für internationale Automobilhersteller. Die ZKW Group verfügt weltweit über insgesamt zwölf Standorte, an denen nach eigenen Angaben 2024 10.000 Mitarbeiter:innen beschäftigt waren und ein Gesamtumsatz von 1,55 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde.

Veröffentlicht am 13. Januar 2026

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