Effiziente Diagnostik und Therapie bei Herzkatheteruntersuchungen im Landesklinikum Waidhofen

In der modernen Medizin spielt die Angiographie eine entscheidende Rolle bei der Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen. Im Landesklinikum Waidhofen werden Herzkatheteruntersuchungen und selektierte Eingriffe an Herzkranzgefäßen sowohl stationär als auch tagesklinisch durchgeführt.
Die elektive Herzkatheteruntersuchung ist ein minimal-invasives Verfahren zur Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei einer Herzkatheteruntersuchung wird ein dünner, flexibler Katheter durch eine Arterie (meist über die Armarterie und seltener über die Leistenarterie) bis zum Herzen geführt. Durch den Katheter wird ein Kontrastmittel injiziert, das den Ärzten ermöglicht, die Herzkranzgefäße mittels Röntgenaufnahmen darzustellen. Diese Aufnahmen helfen dabei, Verengungen oder Verschlüsse in den Arterien zu identifizieren und gegebenenfalls sofortige Behandlungsmaßnahmen wie die Aufdehnung mit einem Ballonkatheter oder die Implantation eines Stents durchzuführen.
Bereits über 600 tagesklinische Eingriffe
„Seit 1. Mai 2023 werden diagnostische Koronarangiographien mit dem Zugangsweg über die Armarterie, sofern keine Ausschlusskriterien vorliegen, im tagesklinischen Setting durchgeführt. Im Dezember 2024 wurde das tagesklinische Spektrum durch die Herzkatheteruntersuchungen mit Zugang über die Leistenarterie sowie selektierte Eingriffe an den Herzkranzgefäßen, wie Ballondilatationen und Stentimplantationen, erweitert. Seither konnten bereits über 600 tagesklinische Eingriffe verzeichnet werden“, betont Primarius Simon Papai.
Ein großer Vorteil ist, dass die Patienten schneller mobil und zu Hause im gewohnten Umfeld sind, was auch volkswirtschaftliche Vorteile mit sich bringt. Bedeutend seitens des Klinikums ist die perfekte Organisation und die exakt ineinandergreifenden und aufeinander abgestimmten Handgriffe verschiedenster Berufsgruppen sowie die Disziplin aller Beteiligten, dies sind die Grundvoraussetzungen für den Erfolg. „Ein großes Lob wird dem Pflegeteam der tagesklinischen Station (Bettenstation 2A) ausgesprochen, sie haben diese komplizierte Aufgabe beispielhaft gemeistert“, heißt es seitens Pflegedirektorin Doris Fahrnberger-Schober. Grundsätzlich liegt die Entscheidung, ob ein Eingriff tagesklinisch vorgenommen werden kann, immer bei der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt. Nicht alle Patientinnen und Patienten werden tagesklinisch behandelt, komplexe Fälle wie Personen mit zum Beispiel einer eingeschränkten Nierenfunktion profitieren mehr von einem stationären Aufenthalt. Künftig sollen diese Eingriffe in geeigneten Fällen nach vorheriger Abklärung und Entscheidung durch die behandelnde Ärztin bzw. den behandelnden Arzt auch ambulant durchgeführt werden.
„Das Endergebnis ist ein rascher und angenehmer Ablauf mit mehr Zufriedenheit vonseiten der Patientinnen und Patienten sowie gleichzeitig eine Entlastung der Bettenstationen, wo davor diese Patienten für mindestens zwei Nächte stationär aufgenommen wurden“, betont der ärztliche Direktor, Primarius Stefan Leidl.

