Ein Karriereweg bei HMW: Tom Baumann zeigt, wie nachhaltige Personalentwicklung funktioniert´

Der 21-jährige Tom Baumann ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich junge Talente bei HMW entwickeln können. Vom Lehrling zum Teamleiter und jetzt Student an der Montanuniversität in Leoben: eine beeindruckender Karriereweg, auf dem der smarte Motorradfan dahinbraust. Im Gespräch erzählt er von seinen Anfängen, seiner Begeisterung für Werkstoffe und warum er HMW als Arbeitgeber so schätzt.
Tom, warum hast du dich für die „Lehre mit Matura“ entschieden?
Eigentlich wollte ich Fluglotse werden. Dafür brauchte ich die Matura – und da dachte ich: „Wie komme ich auf dem für mich besten Weg dazu?“ In die Schule wollte ich nicht mehr, ich wollte mehr Praxis. Also war ein Betrieb, der Lehre mit Matura anbot, die ideale Gelegenheit. Während meiner Ausbildung bei HMW hat sich allerdings mein Berufswunsch komplett verändert. Ich habe Gefallen an Forschung gefunden und festgestellt, dass mich Werkstoffe faszinieren. Und ehrlich gesagt: Das Bild vom romantischen Fluglotsen im Tower hat sich auch entzaubert – in der Realität sitzen die meisten im Keller vor Bildschirmen.
Wie verlief dein beruflicher Werdegang bisher?
Ich nutzte zwei Schnuppertage an der Polytechnischen Schule für einen Besuch bei HMW. Ehrlich gesagt, wusste ich damals gar nicht, was eine Härterei überhaupt macht. Danach habe ich mich recht rasch für eine Lehre als Werkstofftechniker mit Spezialmodul Wärmebehandlung bei HMW entschieden. Ab dem zweiten Lehrjahr begannen die Module für die Matura – immer freitags am beta campus in Waidhofen, wo ich von der Arbeit freigestellt war. Schon während der Lehre durfte ich im Labor viel eigenständig machen, später habe ich als Stellvertreter des Schichtführers Verantwortung übernommen. Nach der Lehrabschlussprüfung wurde ich stellvertretender Teamleiter und schließlich im Frühjahr 2024 zum Teamleiter ernannt.
Das hört sich ganz nach Bilderbuch-Karriere an. Wie bist du dazu gekommen?
Wenn ich mich für etwas interessiere, dann zeige ich volles Engagement. Aber ich muss zugeben, es war auch eine Reihe von günstigen Zufällen. Zum Beispiel fiel der Stellvertreter des Schichtführers kurzfristig für einige Wochen aus und Ersatz musste schnell gefunden werden. Da war ich noch Lehrling und mir wurde die Vertretung zugetraut. Ich habe die Chance bekommen und genutzt. Ich denke, das macht gute Personalentwicklung aus –Potenziale zu erkennen und auch herauszufordern. Das schätze ich sehr an HMW.
Warum hast du dich für HMW als Lehrbetrieb entschieden?
Beim Schnuppern hat mich der Firmenrundgang mit dem Lehrlingsbeauftragten sofort begeistert. Er wurde in gewisser Weise mein Mentor, hat mir viel erklärt. Er war selbst sehr motiviert, sein Job war nicht nur ein Job für ihn – damit hat er mich irgendwie angesteckt. HMW ist klein, familiär und trotzdem hochspezialisiert. Da habe ich mir gedacht: Gib der Firma mal eine Chance – und das war definitiv die richtige Entscheidung. (lacht)

Was hat dich an der Ausbildung besonders begeistert?
Vor allem das Labor. Dort habe ich gelernt, nicht nur von außen auf Werkstoffe zu schauen, sondern richtig tief reinzugehen und zu verstehen, was in den Materialien passiert. Außerdem durfte ich von Anfang an viel Verantwortung übernehmen und wurde nie nur als „Lehrling“ behandelt. Besonders eingeprägt haben sich viele „Aha-Momente“, wenn ich während meiner Ausbildung plötzlich Zusammenhänge erkannt habe und dann auch selbst überlegen konnte, wie etwas funktionieren kann. Da war sehr spannend.
Was studierst du jetzt an der Montanuniversität Leoben?
Ich studiere „Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie“ im Bachelor, aktuell im dritten Semester. Danach möchte ich den englischsprachigen Master „International Master in Sustainable Materials“ anschließen, ein Doppelabschluss mit einer Partneruniversität in Belgien. Mein Pflichtpraktikum fürs Studium habe ich natürlich wieder bei HMW absolviert. Auch da habe ich gesehen, wie viel Raum mir HMW für meine Entwicklung lässt. Studienkollegen haben berichtet, dass sie in ihren Praktika nur Bohrdaten von Erdölbohrungen in eine Excel-Tabelle übertragen mussten oder andere langweilige Dinge. Ich hatte natürlich den Vorteil, dass HMW und ich uns schon gut kennen und ich bei meinen Forschungsarbeiten voll unterstützt wurde. Mein Projekt hieß „Simulationsgestützte Prozessoptimierung beim Einsatzhärten“ und ich durfte eigenverantwortlich viele Versuche und Auswertungen im Labor dafür machen.
Ein spannendes Detail am Rande. Nachdem du von HMW an die Uni gegangen bist, hat dein Vater deine Teamleiter-Stelle übernommen. Wie kam es dazu?
Das war nicht meine Idee. (lacht) Die Stelle sollte nachbesetzt werden und mein Vater hat sich dafür beworben. Offenbar hat es für beide Seiten perfekt gepasst und jetzt führt er mein früheres Team, während ich studiere.
Welche Unterstützung hast du von HMW in deiner Entwicklung bekommen?
Sehr viel. Von der Lehrabschlussprüfungs-Vorbereitung über Seminare wie „Unternehmerisches Denken“ bis hin zu Freiräumen, eigene Ideen umzusetzen. Vor allem aber haben meine Ausbilder von Anfang an meinen Forschergeist gefördert. Das hat mich nachhaltig geprägt. Außerdem durfte ich während meiner Lehre im Rahmen des Programms „Let’s Walz“ noch ein Praktikum in Litauen machen. Dort arbeitete ich in einer kleinen Firma, die sich mit der Produktgestaltung und dem Formenbau für Kunststoffteile beschäftigt – ich erhielt also ganz neue Einblicke. Tägliche Abenteuer standen natürlich auch auf dem Programm, dabei war mein Highlight das „As Young as Vilnius“-Festival, bei dem unter anderem Lewis Capaldi kostenlos auftrat.
Was rätst du jungen Menschen, die sich für eine Lehre interessieren?
Eine Lehre mit Matura ist eine super Grundlage. Vor allem, wenn man noch studieren möchte. Durch die Lehre hat man ja schon gearbeitet und höchstwahrscheinlich Anspruch auf ein Selbsterhalter-Stipendium. Aber auch ohne Studium gibt es bei HMW viele Möglichkeiten, sich zu entwickeln. Wichtig ist, dass man dranbleibt und Chancen nutzt.
Was begeistert dich persönlich an HMW?
Da gibt es viel. (lacht) Das junge Team, die vielen Freiheiten, die Flexibilität, der Entwicklungsgeist und der Mut zur Veränderung. Bei HMW wird viel ausprobiert und wenn es klappt, ist es super. Wenn es nicht funktioniert, ist es auch nicht schlimm. Dann wird neu überlegt und es wird anders gemacht. Es hängt ein Spruch im Firmengebäude (überlegt).
Ich glaube, er heißt: „Die einzige Konstante ist Veränderung.“ HMW lebt das. Das hält die Arbeit spannend und abwechslungsreich. Außerdem hat man von Anfang an Verantwortung, man begegnet sich auf Augenhöhe – das ist nicht selbstverständlich.
Vielen Dank für das Gespräch!

