Zwei Musiker, zwei kleine Kinder, zwei außergewöhnliche Karrieren – und eine gemeinsame Entscheidung fürs Ybbstal

Für die beiden Berufsmusiker Ferenc Csincsi und Zsófia Kiss ist Waidhofen längst mehr als nur ihr Arbeitsplatz: Die Stadt soll zum Lebensmittelpunkt der Familie werden. Kennengelernt haben sich die beiden bereits in ihrer Heimat Ungarn. Beide wuchsen in einem kleinen Ort auf und kannten einander schon aus der Schulzeit. Während des gemeinsamen Studiums in Wien entwickelte sich schließlich mehr. Heute verbindet das Paar nicht nur Familie und Privatleben, sondern auch die Liebe zur Musik und die Tätigkeit als Pädagogen. Zsófia Kiss unterrichtet Harfe beim Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal sowie an den Musikschulen in Amstetten und Haag. Gleichzeitig verfolgt sie eine erfolgreiche Karriere als Profimusikerin. Als Substitutin spielt sie unter anderem bei den Wiener Symphonikern, dem Radio-Sinfonieorchester Wien und dem Tonkünstler-Orchester.
Beide sind Musiker in Österreichs Hochkultur
Auch Ferenc Csincsi ist sowohl Pädagoge als auch gefragter Orchestermusiker. Er hat Schlagwerk studiert und unterrichtet dieses Fach beim Musikschulverband Waidhofen/Ybbstal. Als Substitut ist er zudem bei den Wiener Philharmonikern und in der Wiener Staatsoper tätig. Der Wechsel zwischen Unterricht und professioneller Konzerttätigkeit gehört für beide zum Alltag. Für die Familie war die Übersiedlung nach Waidhofen daher auch eine Entscheidung für mehr Nähe und weniger Pendelstress. Fünf Jahre lang war Ferenc Csincsi regelmäßig zwischen Waidhofen und Wien unterwegs. Nun hat die Familie ein Reihenhaus erworben und damit einen festen Lebensmittelpunkt im Ybbstal geschaffen. Auch die Umgebung hat die beiden überzeugt. „Das Ybbstal verfügt über ein hohes Maß an Lebensqualität. Das gilt für die landschaftlichen Schönheiten genauso wie für Waidhofen als Einkaufsstadt. Man bekommt hier praktisch alles, was man braucht.“ Als Musiker blickt Csincsi zugleich auf das kulturelle Angebot der Stadt. „Kultur ist in Waidhofen recht gut aufgestellt, aber es ist gibt noch Luft nach oben!“ Für ihn ist das kein Widerspruch, sondern vielmehr eine Einladung, die kulturelle Entwicklung der Region mitzugestalten. Schließlich bringen er und seine Frau nicht nur pädagogische Erfahrung, sondern auch internationale Bühnenerfahrung mit. Der Lebensmittelpunkt liegt nun also im Ybbstal, die musikalischen Wege führen weiterhin regelmäßig in die Bundeshauptstadt. „Jetzt pendle ich halt ein- bis zweimal pro Woche von Waidhofen nach Wien statt früher umgekehrt. Aber die Lebensqualität in der Region hat uns beide überzeugt!“, so Ferenc Csincsi.



