Veröffentlicht am 30. Januar 2026

Zufriedenheit als motivierendes Leitbild für 2026

Bürgermeister Johann Lueger appelliert mit Zuversicht an die Bevölkerung

V. l.: Amtsleiterin Tatjana Stangl, Leo Hofbauer, Bgm. Johann Lueger, Pfarrer Johann Wurzer, Viktoria Wailzer, (knieend) Markus Haselsteiner und Markus Pechhacker, der Geehrte Rudolf Dollinger, Moderatorin Elisabeth Jagersberger, StR Anton Schörghofer (Waidhofen), Vizebgm. Georg Stockner (Ybbsitz), LAbg. Vizebgm. Mario Wührer und Bgm. Werner Krammer (beide Waidhofen) zVg

Zum traditionellen Neujahrs­empfang lud Bürgermeister Johann Lueger am vergangenen Samstag in den Gasthof Bruckwirt. Zahlreiche Opponitzerinnen und Opponitzer folgten der Einladung: Vertreter der Pfarre mit Pfarrer Johann Wurzer, Ehrenring- und Ehrennadelträger, Mitglieder der örtlichen Vereine, Gemeinderätinnen und Gemeinderäte sowie Abordnungen der Nachbargemeinden. Auch Landtagsabgeordneter Mario Wührer nahm an der Veranstaltung teil.

Durch das abwechslungsreiche Programm führte die Neo-Opponitzerin Elisabeth Jagersberger, die mit Charme und Professionalität moderierte und dem Abend eine persönliche Note verlieh.

Im Mittelpunkt: der Zusammenhalt 

In seiner Neujahrsansprache blickte Bürgermeister Johann Lueger auf ein Jahr zurück, „das den Menschen vieles abverlangt hat“. Gleichzeitig stellte er das Verbindende in den Mittelpunkt: den starken Zusammenhalt in der Gemeinde, das Engagement im Ehrenamt und das aktive Vereinsleben. „Dieses Füreinander macht Opponitz zu einem lebenswerten Ort“, betonte der Bürgermeister. In Richtung Land appellierte er an die weitere Unterstützung für die Gemeinde, die es in den vergangenen zehn Jahren geschafft habe, ihren Schuldenstand um mehr als die Hälfte zu reduzieren.

Auch der Blick über die Gemeindegrenzen hinaus durfte nicht fehlen. Geringes Wirtschaftswachstum, Inflation und mangelnde Planungssicherheit würden viele Menschen verunsichern. Umso wichtiger sei es, die Werte hochzuhalten und sich bewusst zu machen, dass Österreich zu den wohlhabendsten Ländern der Welt zähle, so Lueger, bevor er zur konkreten Rückschau auf das Jahr 2025 überleitete.

Am 25. Februar konstituierte sich der neue Gemeinderat. Vizebürgermeister Ernst Steinauer stellte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung, Andreas Riedler wurde zu seinem Nachfolger gewählt. 

Erfolgreich umgesetzte Projekte

Zahlreiche Projekte konnten im Laufe des Jahres umgesetzt werden: Eine Gemeindewohnung im Fuchsenhammerhaus wurde renoviert, im Arzthaus die Heizung auf Pellets umgestellt. Bachgeländer wurden erneuert – keine Selbstverständlichkeit in einer Gemeinde mit rund 30 Bächen im Ortskern. Der Glasfaserausbau wurde zu 100 % umgesetzt. Straßensanierungen zwischen Musikheim und Kirchenwirt sowie der Ausbau der Landesstraße L 98a im Bereich der „Großen Kripp“ wurden durchgeführt. Auch die Sprengung der Konglomerat-Felsblöcke oberhalb der L 98a im Bereich „Mühlpicheln“ fand Erwähnung, verbunden mit einem Dank an die Anrainerinnen und Anrainer für ihr Verständnis.

Darüber hinaus beteiligte sich die Gemeinde an zahlreichen Aktivitäten, darunter die Ybbs­uferreinigung, der Tag der Artenvielfalt am Buchenberg sowie die Eröffnung des Pilgerweges „Via Trinitatis“, dessen Umsetzung maßgeblich von Rudi Kefer begleitet wurde. Als großes Projekt der Pfarre hob der Bürgermeister besonders die umfangreiche Kirchendachsanierung hervor. Grund zur Freude gab es auch aus einem ganz persönlichen Anlass: Die Altbäuerin vom Haus „Rinwag“ Aloisia Schallauer feierte ihren 100. Geburtstag – bei bester geistiger Frische.

Umrahmt von der Landjugend und der Volkstanzgruppe

Für auflockernde Zwischentöne sorgten die Landjugend und die Volkstanzgruppe. Die Landjugend-Obleute Viktoria Wailzer und Markus Pechhacker berichteten humorvoll von ihren Aktivitäten und ernteten dafür viel Applaus. Die Volkstanzgruppe um Leiter Markus Haselsteiner umrahmte den Festakt mit vier Paaren und kündigte ihren nächsten Auftritt beim Feuerwehrball an – genau an derselben Stelle.

Im Gespräch mit Moderatorin Elisabeth Jagersberger richtete Bürgermeister Lueger schließlich den Blick in die Zukunft der rund 1.000-Seelen-Gemeinde. Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: Ein neuer Gemeindearzt hat sein Interesse an Opponitz bekundet. Primarius Simon Steinbacher muss sich noch einem Hearing der Ärztekammer stellen.

Mit Volkstänzen wurde der Abend aufgelockert. zVg

Auch wirtschaftlich ist Bewegung spürbar 

• Im Wirtschaftspark „Hofau“ plant die Firma E-Wolf Anfang Februar den Baustart. Die Firma Fuchs mit Geschäftsführer Markus Felber wartet noch die Bauverhandlung ab und möchte ihre Drahtbiegetechnik von Ybbsitz nach Opponitz verlegen. 

• Zur Absicherung der Wasserversorgung wurde der Vertrag für eine zweite Gemeindequelle mit der Forstdomäne Gleiß abgeschlossen. 

• Neuer Energiepartner für den Licht- und Kraftstromvertrieb der gemeindeeigenen LKV (Licht- und Kraftstrom) ist künftig die Ökostrom-Kittelmühle aus Bergland, nachdem der Vertrag mit Wien Energie ausgelaufen ist.

• Bei den Ritt-Gründen ist zunächst eine Sicherung des Lifthanggrabens erforderlich, wofür ein Rückhaltebecken mit 50 Kubikmetern geplant ist; erste Schritte Richtung Wasserrechtsverhandlung wurden bereits gesetzt. 

• Die Pießlinger-Hallen wurden an die Firma m4 Infra GmbH verkauft, die hier ihren Firmensitz ansiedeln möchte. 

• Auch bei der Feuerwehr besteht Handlungsbedarf: Aufgrund von Platzproblemen ist ein Zubau vorgesehen. 

• Der Bürgermeister stellte klar, dass das Altstoffsammelzentrum am Hojas-Platz bestehen bleibt.

Ehrung: Rudolf Dollinger

Zum Abschluss des offiziellen Teils wurde Rudolf Dollinger auf die Bühne gebeten. Der bereits mit der Ehrennadel ausgezeichnete Opponitzer wurde für seine jahrzehntelange Tätigkeit rund um das ASZ seit dessen Bestehen geehrt. Der jugendlich wirkende Geehrte ist aus diesem Bereich nicht wegzudenken.
Bei einer kleinen Stärkung klang der Abend in geselliger Runde aus – mit vielen Gesprächen, Begegnungen und einem spürbaren Gefühl von Zuversicht für das neue Jahr.

Veröffentlicht am 30. Januar 2026

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