Der Ybbstaler

 

Landjugend gestaltete Berggipfel neu
St. Leonhard. Bei einem „Projekt­marathon“ gestaltete das Team der Landjugend innerhalb von 42 Stunden den Gipfel des Wiesbergs neu.


Mit Regen hat es begonnen, mit Regen hat es geendet, könnte man den Projektmarathon der Leonharder LJ ganz kurz zusammenfassen – aber das würde der Arbeit, dem Aufwand und dem Einsatz der Jugendlichen ganz und gar nicht gerecht werden. Eigentlich begann der Projektmarathon, bei dem die Jugend 42 Stunden Zeit hat, ein ihnen unbekanntes Projekt umzusetzen, bereits am 29. August. Die Gemeinderäte Gerhard Krenn und Ewald Frühwald präsentierten in Anwesenheit von mehreren Vertretern der niederösterreichischen Landjugend den angespannten Jugendlichen ihr Projekt: das Gipfelkreuz am Wiesberg, auch als Energieplatz bekannt, wieder zum Besuchermagneten zu machen. Voller Elan stürzten sich alle ins Geschehen – bis ihnen das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Durch die starken Regenfälle war es am nächsten Morgen nicht mehr möglich, selbst mit Traktoren den Wiesberg ungefährdet zu befahren, weshalb das Projekt schweren Herzens abgebrochen werden musste.
Doch der Wiesberg als Energieplatz gab auch der Jugend genug von seiner Energie ab und drei Wochen später, ab 20. September um 5.00 Uhr, ging’s weiter: Slogans wurden entwickelt, Bäume entrindet, das Kreuz restauriert, ein Gästebuchkasten gestaltet, Blumen gekauft und gepflanzt, ein neuer Platz mittels „männlicher Körperkraft“ betoniert, und, und, und – alle Arbeiten aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Am Sonntag, 21. September, um 10.00 Uhr musste das Projekt abgeschlossen sein und dieses Ziel wollte um jeden Preis erreicht werden. Als der Wiesberg deshalb am Sonntagmorgen wegen der nächtlichen Regenschauer erneut nicht befahrbar war, trugen die Burschen das frisch res­taurierte Kreuz kurzerhand selbst den Berg hinauf.
Wie beeindruckend das von der Jugend Geschaffene ist, wurde am Sonntagnachmittag im FF-Haus in St. Leonhard präsentiert. Vor dem zahlreich erschienenen Publikum zeigten die LJ-Leiter Lukas Schauppenlehner und Bianca Harreither, wie sie mit „ihrer“ Jugend allem Regen zum Trotz den Wiesberg zu einem „Platz für die gesamte Familie“ gemacht haben. Den Wiesberg als Ort, an dem man „raufgehen und erlöst runterkommen soll“, so Bianca Harreither, werden die begeisterten Zuschauer sicherlich nur zu gern entdecken. Die Jugend selbst, der man zu diesem tollen Projekt nur gratulieren kann, wird nach dem anstrengenden Wochenende wohl fürs erste im Schlaf ihre Erlösung finden. Sie haben ein halbes Jahr Zeit, um wieder Energie zu tanken – im März 2015 findet nämlich in Wieselburg die Projektpräsentation statt.