Der Ybbstaler

Schloss-Steg endgültig gesperrt!
Waidhofen. Technische Überprüfung ergab Durchrostung des Tragwerks. Bgm. Mair verfügte die sofortige Sperre des Schloss-Stegs.


Eine völlig neue Situation ergab sich hinsichtlich der Sicherheit des maroden Schloss-Stegs bei einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung durch das städt. Bauamt. Dabei wurden massive Durchros-
tungen festgestellt, worauf Bgm. Mair am Dienstag dieser Woche die sofortige Sperre des Stegs verfügte.
Der Waidhofner „Rost-Steg“, wie er in der Bevölkerung genannt wird, wurde bereits im Vorjahr nach Bekanntwerden des schlechten Zustand der Tragkonstruktion kurzzeitig gesperrt, aber nach Sicherheitsmaßnahmen wie dem Anbringen von Gitterrosten wieder für eine eingeschränkte Benutzung freigegeben. Bei einer erneuten Kontrolle am 24. April durch den beauftragten Brückeninspektor DI Schweighofer wurde die Benutzung bis Mitte nächsten Jahres verlängert, unter der Auflage von monatlich durchzuführenden Kontrollen. Bei so einer Kontrolle zeigte sich nun, dass die Holme nicht nur von außen erheblich korrodiert sind, sondern die Verrostung vor allem von innen voranschritt. An einigen Stellen sind die Stahlrohre völlig durchros­tet. Mit den Untersuchungsergebnissen sofort konfrontiert, kam von DI Schweighofer aus seinem Urlaub folgende Stellungnahme:
„Dieser Grad der Verrostung war bei den letzten Besichtigungen noch nicht erkennbar und in der Form auch nicht zu erwarten. Was bisher nicht angenommen wurde, kann aufgrund des Schadensbildes nicht mehr ausgeschlossen werden – nämlich, dass die Rohre über größere Bereiche von innen korrodiert sind. Ich kann daher die Sperre des Stegs nur anraten“, so der Brückeninspektor.
Die Stadt hat bereits die Neuerrichtung des Schloss-Stegs beschlossen, hoffte aber, bis dahin den alten Steg noch benutzen zu können. Dies ist nun nicht mehr möglich. Anfang August wird der Steg dann noch genauer überprüft, eine erneute provisorische Freigabe ist aber nicht zu erwarten.
Eine neue Stegverbindung zwischen den beiden Schlössern ist erst bis Herbst nächsten Jahres
realistisch. „Wir werden alles daran setzen, mit jener Firma, die nach Auftragsvergabe dann den Zuschlag erhalten hat, eine möglichst kurze Lieferzeit zu vereinbaren“, so Bgm. Mair.
Um den Umweg auf Zell zu verkürzen, wurde der Schlosshof wieder als Durchgang geöffnet. Nur während der Schlosshofspiele und bei Konzerten ist ein Durchgehen nicht möglich.