Der Ybbstaler

Mehr Sicherheit durch Bürger­beteiligung
Waidhofen. Die Sicherheitsinitiative des Innenministeriums „GEMEINSAM.SICHER“ startet nun auch in Waidhofen und dem Bezirk Amstetten.
„GEMEINSAM.SICHER“ ist eine Initiative des Innenministeriums, die darauf abzielt, die Bevölkerung in Sicherheitsfragen aktiv einzubeziehen und besonders in Sachen Prävention Maßnahmen zu setzen. Diese Sicherheitsinitiative soll vor allem von den Gemeinden getragen werden. Waidhofens Bürgermeister Werner Krammer war einer der Ersten, der diese Aktion aufgriff und möglichst rasch umzusetzen begann. „Wir brauchen keine Angstmache und Pfefferspray-Diskussionen. Das Thema Sicherheit ist zu ernst und sollte auch nicht für Parteipolitik missbraucht werden“, so der Bürgermeister im Hinblick auf die im Waidhofner Wahlkampf von der FPÖ thematisierten angeblichen Sicherheitslücken.
Am Montag, 16. Jänner, kam es zu einem ersten Sicherheitsgipfel am Magistrat und danach auf der Polizeiinspektion, an dem auch Innenminister Wolfgang Sobotka persönlich teilnahm und die Zielsetzungen seines Ministeriums darlegte. Der Innenminister, der als ehemaliger Bürgermeister Waidhofens ein genauer Kenner der Waidhofner Gegebenheiten ist, stellte dabei der Stadt ein durchaus zufriedenstellendes Zeugnis in den Belangen der Sicherheit aus, mahnte aber, in der Vorbeugung aktiv zu werden. „Die Themen im Bereich der Sicherheit sind breit gefächert und reichen von der Schulwegsicherung bis zum Einbruchs- und Diebstahlschutz, von der Suchtgiftprävention bis zur Verhinderung von Gewalttaten. Mit unserer Initiative „GEMEINSAM.SICHER“ wollen wir die Zivilgesellschaft verstärkt einbinden und Sicherheitsforen mit Experten von Polizei und anderen Blaulichtorganisationen schaffen, aber auch Bürgern, die sich als sogenannte „Sicherheitspartner“ der Thematik in ihrem unmittelbaren Lebensbereich annehmen“, so der Innenminister. Die Kommunen sollten in diesen Sicherheitsforen mit einem eigenen Sicherheitsgemeinderat vertreten sein. „Bei der Neukonstituierung des Gemeinderats nach der Wahl werden wir so einen Sicherheitsgemeinderat bestimmen, der vor allem als Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und der Polizei fungieren soll“, so Bgm. Krammer.
Seitens der Waidhofner Polizei werden Postenkommandant Peter Herzog und sein Stellvertreter Gerald Eslitzbichler die Sicherheitsbeauftragten sein, die auch die Leiter des Waidhofner Sicherheitsforums sein werden. „Wir brauchen keine Bürgerwehr und wollen Sicherheitsgefühl vermitteln und keine Ängste schüren“, so Bezirkskommandant Horst Schmutzer, der als praxiserprobter Experte die Einbeziehung der Bevölkerung ebenfalls sehr begrüßt.
Beim ersten Sicherheitsgipfel mit den lokalen Polizeiorganen legte Bgm. Krammer seine Position klar dar und versprach die Initiative „GEMEINSAM.SICHER“ mit Nachdruck und Konsequenz voranzutreiben und zu entwickeln. „Wir werden versuchen, in allen Ortsteilen Sicherheitspartner zu finden, die sich für ihren unmittelbaren Lebensraum einsetzen. Dabei kann es um Verbesserungen im Verkehr ebenso gehen wie um eine bewusste Umgestaltung von Plätzen, um das Sicherheitsgefühl dort zu verbessern und vieles andere mehr“, so Krammer zuversichtlich, mit dieser Initiative die Lebensqualität in Waidhofen noch steigern zu können.